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Weltnichtrauchertag: Mit Hilfe der Krankenkasse Nichtraucher werden

München, 31.5.2018 | 07:30 | are

Die gesetzlichen Krankenkassen stellen nicht nur die Versorgung ihrer Versicherten im Krankheitsfall sicher. Sie leisten auch für präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen – etwa für Kurse zur Raucherentwöhnung.

Ein Rauchverbotsschild hängt an einer Wand.Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, bekommt dabei Unterstützung von seiner Krankenkasse.
Viele Raucher versuchen irgendwann einmal, den Glimmstängel aus ihrem Alltag zu verbannen. Und viele scheitern immer wieder daran. Obwohl die Zahl der Raucher – vor allem bei den Jugendlichen – seit Jahren zurückgeht, raucht in Deutschland immer noch rund jeder vierte Erwachsene.

Passend zum Weltnichtrauchertag, der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1987 ins Leben gerufen wurde und jedes Jahr am 31. Mai stattfindet, haben wir die Angebote der gesetzlichen Krankenversicherung zum Thema Nichtrauchen genauer angeschaut. Denn was viele nicht wissen: Die gesetzlichen Krankenkassen helfen beim Aufhören. Sie bezuschussen spezielle Nichtraucher-Seminare oder bieten selbst eigene Kurse an.
 

Was die Krankenkassen übernehmen

Die von den Krankenkassen bezuschussten Nichtraucher-Seminare werden von der Zentralen Prüfstelle Prävention geprüft. So wird sichergestellt, dass die Angebote vorgegebenen Qualitätsanforderungen entsprechen. Die Seminare verfolgen in der Regel nicht nur das Ziel, dass die Teilnehmer während des Seminars aufhören zu rauchen. Vielmehr soll das Alltagsverhalten langfristig geändert werden, damit die Teilnehmer auch in Zukunft rauchfrei bleiben.

Diese Trainings fallen in die Kategorie Gesundheitskurse. Für solche Kurse leisten Krankenkassen unterschiedlich hohe Zuschüsse. In der Regel können jährlich zwei Gesundheitskurse besucht werden. Die meisten Krankenkassen erstatten zwischen 80 und 90 Prozent der Kosten und leisten bis zu einem jährlichen Höchstbetrag. Um die Erstattung der Krankenkasse zu erhalten, muss an mindestens 80 Prozent der Kurstermine teilgenommen werden.

Zahlreiche Kassen bieten zudem eigene Online-Trainings zur Raucherentwöhnung an. Solche Kurse sind für die Versicherten kostenlos. Der Vorteil dabei ist, dass die Kurse flexibel in den Alltag integriert werden können und oft auch als App für das Smartphone angeboten werden. Die Kosten für eine Nikotinersatztherapie etwa mit Nikotinkaugummis und -pflastern oder Medikamenten übernehmen die Krankenkassen allerdings nicht.

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