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Termin beim Arzt: Spahn plant offene Sprechstunden

München, 20.7.2018 | 12:08 | mst

Die Bundesregierung will die Wartezeiten auf einen Arzttermin verringern. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant daher jetzt, offene Sprechstunden einzuführen – gegen mehr Geld für die Ärzte.
 

Patienten sitzen im Wartezimmer beim Arzt.Warten beim Arzt: Künftig soll es offene Sprechstunden für Patienten ohne Termin geben.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Ärzten mehr Geld geben, wenn sie zusätzliche offene Sprechstunden anbieten. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf kündigte er in einem Interview mit dem „Deutschen Ärzteblatt“ an.
 
„Zusätzlich möchte ich pro Woche fünf offene Sprechstunden bei bestimmten Arztgruppen, wie beispielsweise Hausärzten, Kinderärzten oder Gynäkologen“, sagte Spahn dem Ärzteblatt. Durch klare Vorgaben solle die große Mehrheit der Ärzte geschützt werden, die teilweise bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit arbeiteten. Es gäbe nur eine Minderheit, die ihren Versorgungsauftrag nicht voll ausfüllen würde.
 

Spahn: Überlaufventil bei zu langen Wartezeiten

Zu offenen Sprechstunden sollen Patienten ohne Termin kommen können, um Beschwerden schnell abklären zu lassen. „Das wirkt wie ein Überlaufventil bei zu langen Terminwartezeiten“, erklärte Spahn. Krankenkassen und Ärzte sollten untereinander ausmachen, welche Arztgruppen solche Sprechstunden unter welchen Bedingungen anbieten.
 
Diese Ärzte sollten höher und außerhalb des vereinbarten Budgets vergütet werden. Mehr Geld soll es nach den Plänen des Bundesgesundheitsministers auch für Ärzte geben, die Termine von den Terminservicestellen annehmen.

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