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Grippeimpfung: Ganz Deutschland hat Grippe

München, 16.2.2018 | 11:11 | mst

Die Grippe hat Deutschland fest im Griff: Die Zahl der Erkrankungen ist bundesweit angestiegen.

Mann liegt krank im Bett mit einem heißen GetränkImmer mehr Deutsche erkranken an Grippe. Risikogruppen sollten sich impfen lassen.
Die Grippe breitet sich weiter in Deutschland aus. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Danach ist die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen in der 6. Kalenderwoche bundesweit angestiegen. Allein in dieser Woche wurden knapp 18.000 neue Grippefälle im Labor nachgewiesen. Damit steigt die Zahl der registrierten Grippefälle in dieser Saison auf insgesamt knapp 60.000.
 
Vergleichsweise wenige Erkrankungen gibt es aktuell in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt: Hier ist der errechnete Praxisindex des RKI noch am geringsten. Am häufigsten sind derzeit Influenza-Viren des Typs B der Yamagata-Linie, die in 75 Prozent aller Fälle nachgewiesen wurden.
 
 
Grippekarte Deutschland KW6/2018, Robert-Koch-Institut
Quelle Grafik: Robert-Koch-Institut

 

Bislang insgesamt 102 Todesfälle

In der aktuellen Grippesaison sind bislang 102 Menschen an Influenza gestorben. Auch hier gingen die meisten Fälle (59) auf Viren des Typs B zurück. In über 80 Prozent der Fälle waren die Patienten 60 Jahre oder älter.
 
Gegen die derzeit kursierenden Influenza-Viren des Typs B hilft der von den Krankenkassen für Risikogruppen gezahlte Dreifachimpfstoff nicht. Die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt mittlerweile, bei der Grippeimpfung einen Vierfach-Impfstoff einzusetzen. Als Regelleistung werden die Krankenkassen den teureren Impfstoff jedoch frühestens ab der nächsten Grippesaison übernehmen.

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