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GKV-Spitzenverband: Kassen gegen Cannabis

München, 15.3.2017 | 11:52 | mst

Seit dem 10. März können schwerkranke Patienten Cannabis auf Rezept erhalten. Experten gehen von steigenden Kosten für die Kassen aus. Diese zweifeln jetzt die Wirksamkeit solcher Therapien an.
 

Arzt mit Hanfpflanze in ApothekeCannabis auf Rezept: Die Krankenkassen zweifeln die Wirksamkeit an.
Die Krankenkassen zweifeln die Wirksamkeit von Cannabis-Therapien an. „Für den dauer- und regelhaften Leistungsanspruch in der gesetzlichen Krankenversicherung fehlt der Nachweis der Wirksamkeit“, erklärte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung.
 
Seit dem 10. März können schwerkranke Patienten Cannabis auf Kosten der Krankenkasse erhalten. Dies muss der behandelnde Arzt verordnen. Eine staatliche Cannabisagentur soll den Anbau und Vertrieb von Medizinalhanf regeln.
 

Kassen: Studie soll erst Wirksamkeit belegen

Gleichzeitig soll eine begleitende Studie ermitteln, ob die Behandlungen mit Cannabis medizinisch wirksam sind. Für den GKV-Spitzenverband muss diese Studie erst zeigen, ob die Cannabis-Therapie dauerhaft zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenversicherung gehören sollte.
 
Mit der Freigabe für Schwerkranke sind hohe Kosten verbunden. Bei der Verabschiedung des Gesetzes gingen Experten davon aus, dass eine Behandlung mit Cannabis im Monat durchschnittlich 540 Euro kostet.
 

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