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Behandlungsfehler: TK meldet Höchststand bei Patientenbeschwerden

München, 14.3.2019 | 11:52 | mst

Bei der Techniker Krankenkasse beschweren sich mehr Versicherte als je zuvor über mögliche Behandlungsfehler. Die Kasse kritisiert die oft jahrelangen Gerichtsverfahren und fordert verbraucherfreundlichere Gesetze.

OP-Pfleger mit Mundschutz im OP-SaalDie meisten Patienten beschweren sich über Behandlungen in der Chirurgie
Die Techniker Krankenkasse (TK) hat im letzten Jahr einen Höchststand bei den Beschwerden über mögliche Behandlungsfehler verzeichnet. Das teilte die Krankenkasse am Mittwoch mit.
 
Insgesamt gingen 2018 bei der TK 5.998 Beschwerden ihrer Versicherten über mögliche Behandlungsfehler ein. Bei ungefähr jedem dritten Fall hat sich der Verdacht nach einer Überprüfung bestätigt.
 
Die meisten Versicherten beschwerten sich über Behandlungen beim Chirurgen (33 Prozent). Dahinter folgen Klagen über Zahnärzte (16 Prozent), Allgemeinmediziner (zwölf Prozent) und Orthopäden (sechs Prozent).

Diagramm: Behandlungsfehler (Quelle: TK)
 Die TK geht jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. „Viele Versicherte wissen gar nicht, dass ihre Krankenkasse ihnen beim Kampf um ihr Recht helfen kann“, sagte der TK-Medizinrechtsexperte Christian Soltau. So könne die Krankenkasse etwa beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) ein kostenfreies Gutachten in Auftrag geben, die der Versicherte für seine juristische Auseinandersetzung mit dem Arzt nutzen könne.
 
Wenn die Krankenkasse einen Arzt oder eine Klinik verklage, könne der Versicherte erst einmal in Ruhe den Ausgang dieser Klage abwarten. „Je nach Ausgang des Prozesses kann er dann überlegen, ob es sich für ihn lohnt, seinen Schaden und Schmerzensgeld vor Gericht einzuklagen“, erläuterte Soltau.

TK kritisiert jahrelange Verfahren und fordert Gesetzesänderungen

Der Experte kritisierte die oft jahrelangen Verfahren vor deutschen Gerichten. Die Haftpflichtversicherungen würden die Verfahren gezielt in die Länge ziehen, um die Opfer zu Kompromissen zu bewegen. Teilweise dauerten die Verfahren über 15 Jahre, so Soltau.
 
Die TK fordert daher verbraucherfreundlichere Gesetze, um die Position der Patienten zu stärken. Zudem sollte es klare Vorgaben für die Haftpflichtversicherung von Ärzten geben. Es werde nach der Zulassung nicht geprüft, ob ein Arzt seine Haftpflichtversicherung immer noch habe und ob die Deckungssummen ausreichend hoch seien. Hier seien klare Vorschriften und Kontrollen dringend nötig, forderte der TK-Experte.

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