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Sturmtief "Ela": Schäden belaufen sich auf rund 650 Millionen Euro

München, 2.7.2014 | 15:23 | mtr

Das Pfingstunwetter „Ela“ ist für die deutschen Sachversicherer voraussichtlich der zweitteuerste Sturm der vergangenen 15 Jahre. Wie die Rheinische Post am Mittwoch unter Berufung auf Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berichtete, belaufen sich die Kosten der privaten Sachschäden derzeit auf insgesamt rund 650 Millionen Euro.
 

Ein Mann steht vor einem Haus, das von einem entwurzelten Baum schwer beschädigt wurde.Das Pfingstunwetter "Ela" kostet die betroffenen Versicherer rund 650 Euro Millionen.
Das Sommerunwetter hatte am 9. und 10. Juni vor allem in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen eine Spur der Verwüstung hinterlassen, sechs Todesopfer waren zu beklagen. Etwa 350.000 Schadensmeldungen gingen bei den Kfz- und Gebäudeversicherern ein. Die Kosten liegen im Bereich Wohngebäude bei insgesamt etwa 400 Millionen Euro. Unmittelbar nach dem Sturm war NRW-Innenminister Ralf Jäger noch von Schäden im zweistelligen Millionenbereich ausgegangen.

Teurer als „Ela“ war für die Sachversicherer bisher nur das Tief „Andreas“. Der heftige Hagelsturm hatte Ende Juli 2013 private Sachschäden in Höhe von 1,9 Milliarden Euro verursacht. Im vergangenen Jahr mussten die Versicherungsgesellschaften insgesamt sieben Milliarden Euro für Sturm-, Hochwasser- und Hagelschäden an ihre Versicherungsnehmer ausbezahlen.

Da in den letzten Jahren immer häufiger heftige Unwetter auftreten, stiegen auch die Schadenskosten im Sachversicherungsbereich stetig an. Klimaforscher rechnen damit, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Aufgrund dieser Entwicklungen diskutiert die Politik derzeit die Einführung einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden. Der GDV lehnt eine solche Pflichtversicherung jedoch ab und spricht sich stattdessen für mehr Präventionsmaßnahmen im Bereich Naturkatastrophenschutz aus.
 

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