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Studie: Deutsche überschätzen ihren Versicherungsschutz bei Elementarschäden

München, 21.8.2015 | 11:32 | kro

Viele Deutsche überschätzen ihren eigenen Versicherungsschutz gegen Elementarschäden. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), für die bereits im Sommer 2014 deutschlandweit über 6.500 Haushalte befragt wurden.
 

Lupe VersicherungenViele Deutsche überschätzen laut der Studie ihren Versicherungsschutz gegen Elementarschäden.
Demnach erwartet etwa ein Viertel der Befragten, dass der Staat im Falle eines Hochwassers finanzielle Unterstützung leistet – hierfür gibt es jedoch keine rechtliche Grundlage. 70 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten zudem im Schadensfall finanzielle Hilfe von ihrer Versicherung.

Von den an der ZEW-Studie teilnehmenden Wohnungseigentümern – rund 60 Prozent aller Befragten – haben laut eigenen Angaben 61,9 Prozent eine Wohngebäudeversicherung inklusive Elementarschadendeckung abgeschlossen. Jeder vierte Immobilieneigentümer gibt an, eine Police ohne diesen Zusatzschutz zu besitzen. 3,5 Prozent haben überhaupt keine Wohngebäudeversicherung. Fast jeder zehnte befragte Wohnungseigentümer ist sich nicht sicher, ob seine Versicherung Elementarschäden mit abdeckt.

Verglichen mit Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist der Anteil der Haushalte, die laut der Studie einen zusätzlichen Elementarschadenschutz abgeschlossen haben, erstaunlich hoch. Deutschlandweit verfügen laut GDV nur etwa 34 Prozent der Haushalte tatsächlich über eine Elementarversicherung.
 

Ähnliches Bild bei der Hausratversicherung

Bei der Hausratversicherung ist die Situation laut ZEW-Angaben ähnlich: Fast die Hälfte der Studienteilnehmer gibt an, eine Hausratversicherung mit Elementarschadendeckung zu haben. Laut GDV trifft dies jedoch nur für jeden fünften Haushalt zu.

Relevant ist die Überschätzung des eigenen Versicherungsschutzes dem ZWE zufolge vor allem, weil mehr als Dreiviertel der Befragten eine Zunahme von Schäden durch Überschwemmungen in Deutschland für wahrscheinlich halten. Mehr als die Hälfte befürchtet zudem vermehrt Schäden durch Hitzewellen, Hagel und Stürme.
 

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