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GDV-Halbjahresbilanz: Schäden durch Naturgefahren teurer als sonst

München, 21.8.2018 | 16:10 | kro

In der ersten Jahreshälfte 2018 entstanden versicherte Schäden durch Sturm, Hagel und Starkregen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Der Wert liegt damit schon so hoch wie sonst in einem gesamten Jahr üblich. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag mit.

Regenwolke aus MünzenDie Schäden durch Naturgefahren waren im ersten Halbjahr 2018 ungewöhnlich hoch.
Demnach entfallen rund 1,1 Milliarden Euro der Kosten des ersten Halbjahres 2018 auf Sturmschäden an Wohngebäuden. Mehr als die Hälfte der Schäden haben dabei die Stürme "Friederike" und "Burglind" im Januar verursacht.

"Wir gehen davon aus, dass 2018 in die Liga der fünf schwersten Sturmjahre der letzten 20 Jahre fallen wird", sagt GDV-Präsident Wolfgang Weiler. Werde das zweite Halbjahr nicht ausgesprochen ruhig und schadenarm, würden 2018 in Deutschland überdurchschnittlich hohe Versicherungsleistungen anfallen.

Starkregen-Bilanz bislang unterdurchschnittlich

Mit 200 Millionen Euro leicht unterdurchschnittlich fällt dagegen die bisherige Schadensbilanz der erweiterten Naturgefahren – darunter Starkregen – aus. Zwar hat es im Juni 2018 in Teilen Deutschlands heftige Niederschläge mit vergleichsweise hohen Versicherungsschäden gegeben. Betroffene waren größtenteils laut dem GDV jedoch nicht ausreichend versichert.

"Lokale, sintflutartige Regenfälle treten in Deutschland Jahr für Jahr auf", erläutert Weiler. Hausbesitzer sollten daher ihre bestehende Versicherung um Naturgefahren wie Starkregen erweitern, so sein Rat.
 

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