Sparen Sie Zeit und übernehmen Sie Daten aus Ihrem Kundenkonto.
Neuer Kunde? Starten Sie hier.
Meine Listen
Merkzettel
Ihr Merkzettel ist leer.
Warenkorb Shopping
Ihr Warenkorb ist leer.
089 - 24 24 11 66 Hilfe und Kontakt
Ihre persönliche Energieberatung
089 - 24 24 11 66
Montag - Sonntag von 8:00 - 22:00 Uhr
Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail.
energie@check24.de

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Energiekrise - das Ende der Energiereserven

Was ist die Energiekrise?

27.05.2020

Als Energiekrise wird die Situation bezeichnet, in der die globalen Energiereserven nicht mehr den tatsächlichen Bedarf abdecken können. Denn unsere fossilen Energiequellen wie Erdöl, Kohle und Erdgas stehen uns nicht unbegrenzt zur Verfügung. Da fossile Brennstoffe immer noch 80 bis 90 Prozent unseres Energiebedarfs decken, werden die Reserven immer knapper. Als Energiekrisen bezeichnet man auch die politisch motivierten Ölkrisen der 70er Jahre.

 

Wichtige Infos zu Energiekrise

  1. Energiekrise beschreibt den Moment, in dem die fossilen Energieträger Erdgas, Erdöl und Kohle nicht mehr den Energiebedarf decken können.
  2. Die Energiekrisen 1973 und 1979/80 waren politisch motiviert. Hintergründe waren Kriege und künstliche Verknappung der Ölreserven.
  3. Der Coronavirus sorgt derzeit für eine Wirtschafts- und Energiekrise.
  4. Als „peak oil“ wird das globale Ölfördermaximum und somit die maximale Menge der weltweiten Erdölproduktion bezeichnet.

  5. Weil die fossilen Brennstoffe irgendwann aufgebraucht sind, ist der Einsatz von erneuerbaren Energien zwingend erforderlich.

Politisch bedingte Energiekrisen

Erste Energiekrise 1973

Die erste weltweite Energiekrise war eine Ölkrise. Sie wurde 1973 ausgelöst, sie war allerdings nicht durch Ressourcenknappheit bedingt, sondern hatte politische Hintergründe. Die arabischen Mitgliedsstaaten der OPEC (Vereinigung der ölexportierenden Länder) fuhren ihre Ölfördermengen zurück, um die westlichen Staaten unter Druck zu setzen. Mit dieser künstlichen Ölverknappung wollten die arabischen Ölförderländer die westlichen ölexportierenden Staaten dazu bringen, dass sie Druck auf Israel ausüben. Die arabischen Staaten wollten die im Sechs-Tage-Krieg eroberten Gebiete von Israel zurückfordern. Im Herbst 1973 gaben die westlichen OPEC-Staaten dem Druck nach und verhängten einen Lieferboykott gegen Israel-freundliche Staaten. So reduzierten sich die Ölfördermengen um 25 Prozent, der Ölpreis in Deutschland stieg sehr hoch. Als Konsequenz verordnete die Bundesregierung autofreie Sonntage und Tempolimits in Deutschland. Zudem wurden die deutschen Förderstätten zum Bespiel in der Nordsee mehr ausgeschöpft.

 

Zweite Energiekrise 1979/80

Zwischen 1979 und 1980 kam es zu einer weiteren Energiekrise. Dieses Mal wird sie durch den ersten Golfkrieg und die Verunsicherung nach der islamischen Revolution im Iran ausgelöst. Die Verbraucherländer reagierten mit einem regelrechten Investmentboom in Öl. Auch dieses Mal ergriff die Bundesregierung Sparmaßnahmen wie zum Bespiel autofreie Sonntage, um die Ölnachfrage zu regulieren.

Corona-Krise führt zur Energiekrise

Auch der weltweite Ausbruch des Coronavirus löst eine Wirtschafts- und Energiekrise aus. Die Aktienmärkte spielen verrückt und die OPEC konnte sich mit Russland nicht über eine Produktionskürzung einigen. So brachen die Ölpreise im März 2020 teilweise um 60 Prozent ein. Auch die Heizölpreise für Verbraucher fielen entsprechend auf einen Tiefstand. Der bisherige Höhepunkt der Energiekrise 2020 stellt der Preisabsturz der nordamerikanischen Ölsorte WTI dar. Ende April fiel der WTI-Preis in den negativen Bereich.

Peak Oil – Globales Ölfördermaximum

Neben den politisch motivierten Ölkrisen existiert die These vom globalen Ölfördermaximum, dem sogenannten „peak oil“. Es bezeichnet den Zeitpunkt, an dem das Maximum der weltweiten Ölfördermenge erreicht ist. Nach Erreichen des Maximums werden dann die Ölreserven nach und nach aufgebraucht sein. Dieser Zeitpunkt wurde von Energieexperten bisher immer wieder weiter in die Zukunft verschoben. Die Internationale Energieagentur vertrat beispielsweise eine These in der bereits 2006 das Fördermaximum von Erdöl erreicht war. Da es viele verschiedene Datengrundlagen gibt, um das Erreichen des Fördermaximums zu berechnen, können die Experten den tatsächlichen Zeitpunkt bisher nicht genau berechnen. Vermutlich wird man den „peak oil“ erst im Nachhinein mit Sicherheit bestimmen können. Dass die fossilen Rohstoffe endlich sind, ist jedoch sicher.

Energiekrise und erneuerbare Energien

Da die fossilen Brennstoffe Erdgas, Erdöl, Stein- und Braunkohle nur begrenzt auf der Erde vorhanden sind, ist es zwingend notwendig langfristig auf erneuerbare Energien wie Windkraft, Solarenergie und Biomasse umzusteigen. Um diese Energiekrise aufzufangen und den Klimawandel zu stoppen, haben die Regierungen weltweit die Energiewende ausgerufen und investieren zunehmend in erneuerbare Energiequellen. Wer selbst aktiv werden möchte, kann als ersten Schritt zu Ökostrom wechseln.


CHECK24 Energieexpertin Sara Hofmann Sara Hofmann
CHECK24 Energieexpertin
Kundenbewertungen
CHECK24 Energievergleich
4.8 / 5
16.509 Bewertungen
(letzte 12 Monate)