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Die Versicherungspflichtgrenze in der privaten Krankenversicherung

Wer sich als Angestellter privat krankenversichern möchte, muss überdurchschnittlich gut verdienen. Ihr Jahresgehalt muss über der sogenannten Versicherungspflichtgrenze – auch Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) genannt – liegen.

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Wer ein Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze hat, ist nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig und kann eine private Krankenversicherung abschließen.

Diese Grenze liegt im Jahr 2019 bei einem Brutto-Jahresgehalt von 60.750 Euro.

Diese Einkommensgrenze ist nicht mit der Beitragsbemessungsgrenze der GKV zu verwechseln. Letztere gibt an, bis zu welcher Höhe Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge auf das Einkommen zu zahlen sind.

 

Entwicklung der Versicherungspflichtgrenze

Keine Versicherungspflichtgrenze für Selbstständige und Beamte

Für wen gilt die Versicherungspflichtgrenze?

Die Versicherungspflichtgrenze gilt für Angestellte. Sie gilt nicht für Selbstständige und Freiberufler, die sich unabhängig von ihrem Einkommen privat versichern können. Auch für Beamte und Beamtenanwärter während eines Referendariats gilt diese Einkommensgrenze nicht. Sie erhalten von ihrem Dienstherrn Beihilfe und können eine private Beihilfeversicherung abschließen.

Für Studenten gibt es ebenfalls eine Sonderregelung: Sie können sich zu Beginn ihres Studiums von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen und eine private Krankenversicherung für Studenten abschließen. Welches Einkommen sie haben, ist nicht entscheidend.

Häufige Fragen zur Versicherungspflichtgrenze

Wer legt die Versicherungspflichtgrenze fest? Was passiert, wenn mein Gehalt wieder unter diese Einkommensgrenze sinken sollte? An dieser Stelle beantworten wir häufige Fragen zur Versicherungspflichtgrenze.

Von wem wird die Höhe der Versicherungspflichtgrenze bestimmt?

Die Versicherungspflichtgrenze wird jedes Jahr vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales nach genau festgelegten Regeln bestimmt und vom Bundestag beschlossen. Dabei orientiert sich diese Einkommensgrenze an der Entwicklung der Bruttogehälter in Deutschland und wird jährlich an die Gehaltssteigerungen angepasst.

Kann ich sofort in die PKV wechseln, sobald ich die Versicherungspflichtgrenze erreicht habe?

Sobald Ihr Gehalt als Arbeitnehmer über der Versicherungspflichtgrenze liegt, sind Sie versicherungsfrei und können sich privat krankenversichern. Wer eine neue Stelle anfängt, bei welcher das regelmäßige Jahresgehalt über der Grenze liegt, kann sofort ab Beginn des Arbeitsverhältnisses in die private Krankenversicherung wechseln. Dabei zählen alle regelmäßigen Einkünfte wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld zum Gehalt. Nicht berücksichtigt werden unregelmäßige Zahlungen – etwa einmalige Sonderzahlungen, Boni oder Überstundenvergütungen.


Liegt das Jahresarbeitsentgelt erst nach einer Gehaltserhöhung oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, können Angestellte nicht sofort eine PKV abschließen. Die gesetzliche Versicherungspflicht endet dann erst zum 1. Januar des nächsten Jahres. Zudem müssen die Einkünfte auch in diesem Jahr über der dann geltenden Einkommensgrenze liegen.

Was ist die besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze?

Im Jahr 2003 wurde die Jahresarbeitsentgeltgrenze über die allgemeine Lohnsteigerung hinaus um rund 13 Prozent angehoben – von 40.500 auf 45.900 Euro. Für alle, die bereits Ende 2002 privat versichert waren, gibt es daher eine besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze. Diese ist genauso hoch wie die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der Beiträge zur GKV zu zahlen sind, und wird ebenfalls jährlich angepasst.

Was passiert, wenn mein Gehalt unter die Versicherungspflichtgrenze fällt?

 

Sollte Ihr Jahresgehalt unter die Versicherungspflichtgrenze fallen, beispielsweise nach einem Jobwechsel, endet die Versicherungsfreiheit und Sie werden wieder versicherungspflichtig. Sie müssen sich dann wieder bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Die Versicherungspflicht tritt in diesem Fall sofort nach Antritt der geringer bezahlten Stelle ein.

Sie können sich in bestimmten Fällen von der Versicherungspflicht befreien lassen – etwa, wenn Sie in Elternzeit höchstens 30 Wochenstunden arbeiten oder Ihre Arbeitszeit auf mindestens die Hälfte der üblichen Zeit reduzieren und die letzten fünf Jahre nicht versicherungspflichtig waren. 

Anwartschaftsversicherung:

Fällt Ihr Gehalt voraussichtlich nur für kurze Zeit unter die Versicherungspflichtgrenze, kann eine Anwartschaftsversicherung sinnvoll sein. Damit sichern Sie sich die Möglichkeit, zu Ihren aktuellen Konditionen später erneut eine private Krankenversicherung abzuschließen – ohne nochmals eine Gesundheitsprüfung durchlaufen zu müssen.

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