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Stationäre Pflege: Pflege im Heim wird immer teurer

München, 30.7.2018 | 12:12 | mst

Die stationäre Pflege im Heim wird immer teurer: Der durchschnittliche Eigenanteil ist seit letztem Jahr um rund acht Prozent gestiegen.
 

Pflegerin rasiert einen Heimbewohner.Pflegerin rasiert einen pflegebedürftigen Mann: Die Kosten für die Pflege im Heim steigen.
Bewohner eines Pflegeheims müssen immer mehr aus der eigenen Tasche bezahlen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Verbands der Privaten Krankenversicherung, über welche die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet.
 
Danach lag der Eigenanteil eines Bewohners im Juni 2018 bei rund 1.831 Euro. Im Mai 2017 waren es erst 1.697 Euro gewesen. Der Anteil der privat zu zahlenden Kosten ist damit um rund acht Prozent gestiegen. Zwischen den Bundesländern gibt es teils gravierende Unterschiede. So zahlen Heimbewohner in Nordrhein-Westfalen mit 2.326 Euro am meisten. Am wenigsten zahlen Pflegebedürftige in Sachsen und Sachsen-Anhalt: Hier beträgt der Eigenanteil für einen Heimplatz nur 1.201 beziehungsweise 1.205 Euro.
 

Unterschiede gehen auf Personalkosten zurück

Die Unterschiede gehen nach den Angaben der FAZ vor allem auf die Personalkosten zurück. So unterscheiden sich in den Bundesländern die Vorgaben, wie viele Pflegekräfte in einem Heim beschäftigt werden müssen.
 
Wird eine Pflege im Heim notwendig, zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung einen Zuschuss. Bei Privatversicherten übernimmt dies die private Pflegepflichtversicherung. Den Eigenanteil müssen die Versicherten selbst zahlen, sofern sie keine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen haben.
 
Für die Auswertung hat der PKV-Verband die Zahlen von rund 11.000 der insgesamt 13.000 Pflegeheime in Deutschland ausgewertet.

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