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Gesetzliche Pflegeversicherung: Zahl der Pflegebedürftigen steigt stark an

München, 10.8.2018 | 12:50 | mst

Eine aktuelle Studie zeigt: Immer mehr Menschen beziehen Leistungen von der gesetzlichen Pflegeversicherung. Deren Beitrag steigt, die Leistungen reichen trotzdem häufig nicht aus.
 

Hängeregister mit der Beschriftung Die Ausgaben der Pflegeversicherung steigen immer weiter an.
Die Zahl der Empfänger von Leistungen der Pflegeversicherung ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Allein im Jahr 2017 gab es einen Zuwachs von 20 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Statistik des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen.
 
Danach haben sich die Ausgaben der Pflegeversicherung in den letzten 20 Jahren auf rund 35,5 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Rund 3,3 Millionen Menschen erhielten im vergangenen Jahr Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. 2016 waren es erst 2,7 Millionen Leistungsempfänger gewesen.
 
Privatversicherte, die Leistungen der privaten Pflegepflichtversicherung beziehen, sind dabei noch nicht einmal mitgezählt. Deren Zahl gibt das Institut für 2017 mit rund 150.000 Menschen an.
 
Den Anstieg im letzten Jahr führt die Studie auf die Umstellung von Pflegestufen auf Pflegegrade zurück. Seit der jüngsten Pflegereform haben nämlich mehr Menschen Anspruch auf Pflegeleistungen, vor allem auch Pflegebedürftige mit einer Demenzerkrankung. Zudem sorgt die demografische Entwicklung für einen Anstieg der Ausgaben: Die Zahl der älteren und pflegebedürftigen Menschen steigt immer weiter an.
 

Pflegebeiträge steigen – Leistungen reichen meist nicht aus

Trotz der derzeit guten Wirtschaftslage und der Beitragserhöhung um 0,2 Prozentpunkte zum 1. Januar 2017 musste die gesetzliche Pflegeversicherung auf Rücklagen zurückgreifen, um ihre Ausgaben zu decken. Für 2019 geht das IAQ davon aus, dass der Beitragssatz mindestens um weitere 0,2 Prozentpunkte angehoben werden muss. Künftig dürfte der Beitrag noch weiter steigen.
 
Da die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen Teil der Pflegekosten übernimmt, müssen immer mehr ältere Menschen Sozialhilfe beantragen. Vor allem bei einer stationären Pflege im Heim reichen die gesetzlichen Leistungen meist nicht aus. Von 1989 bis 2016 hat sich die Zahl der Pflegebedürftigen, die Sozialhilfe beziehen, daher um mehr als die Hälfte auf rund 440.000 Menschen erhöht.

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