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Gesetzliche Pflegeversicherung: Viele lehnen höhere Pflegebeiträge ab

München, 4.10.2018 | 11:12 | mst

2019 werden die Beiträge zur Pflegeversicherung steigen. Viele Deutsche sind gegen höhere Beiträge – vor allem Ältere.
 

Pflegerin hilft Seniorin beim Zähneputzen im Bad.Altenpflegerin bei der Arbeit: Die Ausgaben der Pflegeversicherung steigen.
Zum 1. Januar 2019 sollen die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung nach den Plänen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um rund 0,5 Prozentpunkte steigen. Doch ein Großteil der Bundesbürger lehnt eine Erhöhung der Pflegebeiträge ab, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.
 
Laut der Umfrage der Krankenkasse Pronova BKK lehnen 46 Prozent der Deutschen im erwerbsfähigen Alter höhere Beiträge ab, berichtet das Handelsblatt. Lediglich 34 Prozent zeigen sich bereit, höhere Abgaben für die Pflegeversicherung zu leisten. Ein Fünftel war laut dem Bericht der Zeitung unentschieden.
 

Mit dem Alter sinkt die Akzeptanz für höhere Beiträge

Die Bereitschaft, mehr für die Pflegeversicherung zu zahlen, sinkt mit dem Alter. Während 40 Prozent der unter 35-Jährigen für höhere Abgaben offen sind, sind es bei den 55- bis 65-Jährigen nur 30 Prozent. 53 Prozent der Älteren lehnen Beitragserhöhungen ab.
 
Wie hoch der Beitragssatz in der Pflegeversicherung ist, wissen allerdings die wenigsten. Nur ein Viertel gab an, die Höhe des Beitrags zumindest ungefähr zu kennen. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) gab zudem an, noch nicht über die eigene Pflege nachgedacht zu haben. Die Befragten wollten sich noch nicht mit dem Thema beschäftigen oder hielten sich dafür noch für zu jung.
 
Für die Umfrage wurden 1.000 Deutsche zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

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