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Finanztest: Viele Pflegezusatzversicherungen bieten guten Schutz

München, 12.2.2020 | 10:05 | mst

Bei einer Pflege im Heim werden im Schnitt 1.500 Euro im Monat allein für die Pflegekosten fällig.
Mit einer privaten Pflegezusatzversicherung können Verbraucher vorsorgen. In einem aktuellen Test hat Finanztest rund 30 Tarifangebote unter die Lupe genommen.

Pflegerin rasiert einen Heimbewohner.Mann im Pflegeheim: Eine private Pflegeversicherung bietet Schutz vor den finanziellen Folgen einer Pflegebedürftigkeit.
Finanztest hat insgesamt 33 Tarife der Pflegetagegeldversicherung untersucht. Das Fazit der Tester: Viele Angebote der Versicherer bieten einen guten Schutz für den Pflegefall. Die Versicherungen zahlen je nach Schwere des Pflegefalls eine monatliche Leistung, mit der Versicherte ihre gesetzliche Versorgungslücke schließen können.
 
Das Geld der Versicherung steht dabei zur freien Verfügung. Es kann für die Kosten im Heim, einen ambulanten Pflegedienst oder die pflegenden Angehörigen verwendet werden.
 
Die Tester gingen hier von einem finanziellen Bedarf von 2.200 Euro monatlich bei einem Pflegegrad 5 aus, wenn der Pflegebedürftige zu Hause versorgt wird. Bei einer Pflege im Heim veranschlagte Finanztest einen Bedarf von 1.500 Euro im Monat.
 
Für einen 45-jährigen Modellkunden kürt die Zeitschrift der Stiftung Warentest den Tarif PGA+PGS der HanseMerkur zum Testsieger. Das Angebot wird mit „sehr gut“ (1,5) ausgezeichnet. Dahinter folgen jeweils mit der Note „gut“ (1,2) Tarife der Deutschen Familienversicherung, DKV sowie Huk-Coburg. Im Test zahlt der Modellkunde rund 57 Euro monatlich für die Angebote.
 
Auch beim Test für einen 55-jährigen Modellkunden landen die Angebote der vier Gesellschaften auf den vorderen Plätzen. Hier erreichen die Angebote jeweils ein „gut“ (1,6), der 55-Jährige zahlt rund 89 Euro im Monat.

Verbraucher sollten dauerhafte Einkünfte haben

Finanztest rät dazu, eine private Pflegezusatzversicherung nur dann abzuschließen, wenn man dauerhaft genügend Einkünfte hat. Denn die Versicherungsbeiträge muss man auch im Alter aufbringen können.
Allerdings gibt es bei der Pflegezusatzversicherung auch Tarife, die im Leistungsfall beitragsfrei gestellt werden. Beiträge müssen dann nicht mehr gezahlt werden, sobald man pflegebedürftig wird.
 
Menschen mit Vorerkrankungen haben es laut Finanztest schwerer, eine Versicherung abzuschließen. Oft müssten sie mehr bezahlen. Sie sollten versuchen, bei einem Versicherer unterzukommen, der bei der Gesundheitsprüfung weniger streng ist.
 
Wer Vorerkrankungen hat, sollte einen Versicherer wählen, der auch Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden aufnimmt. Welche Anbieter in Frage kommen, hängt vom jeweiligen Fall ab. Verbraucher sollten sich hier persönlich beraten lassen – etwa durch die Pflege-Experten von CHECK24.

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