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Beitrag Pflegeversicherung: Kassen verlangen höheren Pflegebeitrag

München, 9.4.2018 | 11:11 | mst

Die gesetzlichen Kassen verlangen einen höheren Beitrag zur Pflegeversicherung. Nur damit könne eine bessere Bezahlung des Personals finanziert werden.
 

Ein Taschenrechner liegt neben Euroscheinen und Münzen.Versicherte zahlen für die Pflegeversicherung derzeit 2,55 Prozent.
Die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen fordern eine Anhebung des Pflegebeitrags, um eine bessere Bezahlung des Pflegepersonals finanzieren zu können. Mit den derzeitigen Leistungen könnte der Beitragssatz bis 2020 stabil bleiben, sagte der Vorstand des GKV-Spitzenverbands Gernot Kiefer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Sollten jedoch Leistungen ausgeweitet oder die Bezahlung des Personals verbessert werden, müsse ein Teil sicher auch über einen höheren Beitragssatz finanziert werden.
 

Kiefer: Dramatische Situation droht

Kiefer klagte über den Personalmangel in der Pflege. Wenn man jetzt nichts tue, steuere man auf eine dramatische Situation zu. Dass die Regierungskoalition ein Sofortprogramm für 8.000 zusätzliche Pflegestellen geplant habe, sei zwar richtig. Damit allein werde man das Problem jedoch nicht in den Griff bekommen. „Im Augenblick ist der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte leider wie leer gefegt“, sagte Kiefer dem RND.
 
Der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung liegt derzeit bei 2,55 Prozent. Kinderlose, die älter als 23 Jahre sind, zahlen zudem einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozentpunkten (2,8 Prozent). Bei Arbeitnehmern übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte des allgemeinen Beitrags (1,275 Prozent).

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