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Einfaches Bezahlen mit dem Smartphone Apple Pay und Google Pay: mit immer mehr Banken nutzbar

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Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone erfreut sich auch im traditionellen Bargeldland Deutschland wachsender Beliebtheit. Die zunächst kleinere Zahl an Banken, die die Bezahldienste Apple Pay und Google Pay anbieten, ist mittlerweile deutlich gestiegen. Damit wächst auch die Zahl potenzieller Nutzer.
smartphone wird an eine terminal gehalten umd mit apple pay oder google pay zu zahlen

So funktioniert das einfache Bezahlen mit dem Smartphone. Bild: ThinkstockPhotos

Im Laufe des Jahres 2018 sind die beiden Smartphone-Bezahldienste Apple Pay und Google Pay in Deutschland an den Start gegangen. Einige etablierte Geldhäuser waren zu diesem Zeitpunkt noch skeptisch, ob der neuen Bezahlmethoden der amerikanischen Technologiekonzerne. Ziemlich genau ein Jahr nach dem Startschuss von Apple Pay steht der Dienst seit Dezember nun weiteren rund 60 Millionen deutschen Bankkunden zur Verfügung. Denn 371 von insgesamt 379 deutschen Sparkassen sowie die Commerzbank, die Norisbank und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW & BW-Bank) bieten nun mobiles Bezahlen an. Nutzbar ist Apple Pay dort derzeit nur über die ausgegebenen Kreditkarten. Apple arbeitet jedoch nach eigenen Angaben bereits an einer Lösung für die in Deutschland besonders beliebte Girocard. Das ließ Apple-Pay-Chefin Jennifer Bailey kürzlich via dpa verlautbaren. Damit hat sich die Anzahl der Anbieterbanken für Apple Pay innerhalb eines Jahres von elf auf neunundzwanzig fast verdreifacht.

Wo kann ich mit meinem Smartphone zahlen?

Das ist relativ simpel an allen Karten-Terminals möglich, die kontaktloses Bezahlen akzeptieren. Verbraucher erkennen das schnell an den entsprechenden Logos von Apple Pay oder Google Pay oder an einem kleinen Wellensymbol. Kontaktloses Bezahlen mit Smartphone oder Karte funktioniert mittlerweile in den meisten Supermärkten, Bekleidungsgeschäften, Restaurants, Hotels, Tankstellen und an vielen weiteren Orten. Auf dem Smartphone können Nutzer direkt in den jeweiligen Apps die Zahlungsmethode auf Apple Pay oder Google Pay einstellen und damit auch sogenannte In-App-Käufe tätigen, beispielsweise bei einem Online-Shop, bei Essenslieferungen oder der Taxibestellung per App.

Wie nutze ich Apple Pay?

Ein wichtiger Grund für die wachsende Beliebtheit der mobilen Bezahlmethoden ist die einfache Handhabung. Für Apple Pay müssen Besitzer eines iPhones oder einer Apple Watch die Wallet-App öffnen und erhalten eine Begrüßungsnachricht zur Nutzung von Apple Pay. Ist bereits eine Kreditkarte im iTunes- oder App-Store hinterlegt, kann diese nach Autorisierung durch den dreistelligen Sicherheitscode der Karte hinzugefügt werden und muss je nach Kreditinstitut nochmals per SMS oder E-Mail bestätigt werden. Falls bisher keine Kreditkarte hinterlegt ist, lässt sie sich entweder direkt über „Fortfahren“ oder über das Plus-Zeichen am oberen Bildschirmrand hinzufügen. Am einfachsten geht das per Kamera-Scan, aber auch über manuelle Eingabe der Daten. Eine neue Bezahlmethode lässt sich ebenso unter „Einstellungen“ und dann unter „Wallet & Apple Pay“ hinzufügen. An dieser Stelle können Nutzer auch alle weiteren Einstellungen vornehmen, beispielsweise eine Kreditkarte wieder aus dem Wallet entfernen.

Wie nutze ich Google Pay?

Für Besitzer eines Android-Smartphones ist die Handhabung ähnlich einfach. Die App Google Pay gibt es kostenlos im Google Play Store. Nach dem Öffnen erscheint ein „jetzt starten“-Button, der gedrückt wird, um anschließend unter „Zahlung“ ein neues Zahlungsmittel anzulegen. Bei Google Pay können Nutzer zwischen Kredit- oder Debitkarte und PayPal wählen. Per Scan lassen sich dann Kreditkarten automatisch einlesen oder können manuell eingegeben werden. Anschließend steht nur noch die Identifizierung per Bestätigungs-SMS oder -E-Mail aus. Alternativ können zukünftige Google Pay Nutzer auch ein PayPal-Konto hinterlegen. Hierfür ist der PayPal-Button zu tippen und anschließend die E-Mailadresse und PayPal-Passwort einzugeben. Anschließend kann eine PIN für zukünftige Zahlungen festgelegt werden, denn Google Pay erstellt für das PayPal-Konto eine eigene virtuelle Mastercard.

Kreditkarten aus dem CHECK24 Vergleich, die Apple Pay oder Google Pay unterstützen:

Bank Apple Pay Google Pay
Hanseatic Bank  
Consors Finanz
DKB
ING
American Express  
Norisbank  
Viabuy  

Quelle: CHECK24, Stand: 24.01.2020

Weitere Banken sollen 2020 folgen

Im Laufe des Jahres wollen weitere Banken dem mobilen Bezahltrend mit dem Smartphone folgen. Bereits im Juni 2019 hatte der Bundesverband der Deutschen Volks- & Raiffeisenbanken die etwa 18 Millionen Volksbank-Kunden mit folgender Äußerung hoffen lassen: „Die Tinte ist trocken – Einführung Apple Pay noch im Laufe des Jahres”. Den Worten folgten jedoch keine Taten und die Einführung scheint im Augenblick noch nicht in Sicht. Google Pay ist von Seiten der Volksbanken ebenso wenig geplant wie bei den Sparkassen, da beide auf eigene Lösungen setzen möchten. Mit der Direktbank 1822direkt – einer Tochtergesellschaft der Frankfurter Sparkasse – bestätigte im Dezember ein weiteres Institut, mit Apple „im Gespräch“ über eine mögliche Apple-Pay-Einführung zu sein. Auch Google Pay solle laut Anbieterseite „demnächst“ bei der 1822direkt verfügbar sein. In jedem Fall bleibt die Zukunft des Bezahlens weiterhin spannend. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der amerikanische Handelskonzern Amazon an einem Bezahlsystem per Hand-Scan arbeiten soll. Kunden könnten ihre Einkäufe dann quasi per Handschlag an der Kasse bezahlen. Realität sind in den USA bereits Shops, in denen Kunden ihre Ware per App bezahlen, wenn sie diese aus dem Regal nehmen.

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