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Was bedeutet Fahrzeughalter?

Lesezeit 2 Min.
aktualisiert am 02.03.2021

Als Fahrzeughalter gilt, wer ein Fahrzeug auf eigene Rechnung nutzt und die Verfügungsgewalt darüber besitzt. Er ist also im Besitz des Fahrzeuges.

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Wo steht der Fahrzeughalter?

Meist steht der Halter in der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief). Gehört dem Halter das Fahrzeug auch (Eigentümer), ist er auch in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (Fahrzeugschein) namentlich vermerkt.

Ist der Halter nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen, sollte bei einer Abweichung die Übertragung des Fahrzeuges schriftlich festgehalten werden.

Welche Pflichten hat ein Fahrzeughalter?

Der Halter eines Fahrzeuges ist laut der Straßenverkehrsordnung für dessen ordnungsgemäßen Betrieb verantwortlich.

Dazu gehört, dass

  • das Fahrzeug stets in einem verkehrssicheren Zustand ist. Hat das Fahrzeug keine Betriebserlaubnis (abgemeldet, stillgelegt, von Amts wegen aus dem Verkehr gezogen), muss der Fahrzeughalter dafür sorgen, dass das Fahrzeug weder im öffentliche Straßenverkehr gefahren wird noch dort abgestellt (geparkt) wird.
  • nur Personen das Fahrzeug fahren, die einen entsprechenden Führerschein besitzen, dazu in der Lage sind (Verkehrstauglichkeit) und laut Versicherungsvertrag zu den berechtigten Fahrern gehören.

Bei Zuwiderhandlung ist der Halter haftbar. Bei technischen Mängeln – wie zum Beispiel abgefahrene Reifen - kann die Polizei sowohl gegen den Fahrer als auch gegen den Halter eine Ordnungswidrigkeit mit entsprechendem Bußgeld aussprechen.

Außerdem zahlt der Fahrzeughalter die festgesetzte Kfz-Steuer für das Fahrzeug an das zuständige Hauptzollamt. Der Halter ist zudem dafür verantwortlich, dass für sein Fahrzeug mindestens eine Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen ist. Auch die Anmeldung, Ummeldung (etwa bei Umzug und Namensänderung durch Heirat) und Abmeldung des Fahrzeuges bei der zuständigen Zulassungsbehörde fällt in den Verantwortungsbereich des Fahrzeughalters.

Wann haftet ein Fahrzeughalter nicht?

Ein Fahrzeughalter ist nur in 2 Fällen nicht haftbar für Schäden, die mit seinem Fahrzeug angerichtet werden.

  1. Bei höherer Gewalt
    Bei einem nicht vorhersehbaren, unabwendbaren außergewöhnlichen Ereignis (höhere Gewalt) – etwa eine plötzliche Naturkatastrophe – ist der Fahrzeughalter haftungsbefreit. Er muss aber nachweisen, dass er den Schaden trotz größter Sorgfalt nicht verhindern konnte.
  2. Bei illegalen Fahrten
    Wenn jemand ohne das Wissen und Einverständnis des Halters das Fahrzeug fährt (entwendet), ist der Fahrzeughalter haftungsbefreit. Hat er die Autofahrt aber grob fahrlässig ermöglicht – beispielsweise, weil er den Schlüssel im Auto hat stecken lassen – dann muss er sich eventuell am Schadenersatz beteiligen. Der Kfz-Haftpflichtversicherer kann ihn mit bis zu 5.000 Euro in Regress nehmen.

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Michael Langenwalter

Autor: Michael Langenwalter

Der Motorjournalist ist Experte im Bereich der Kfz-Versicherung sowie Fachmann für Pkw-Neuheiten.

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