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Was ist Wärmestrom?

Wärmestrom oder Heizstrom ist elektrischer Strom, der eingesetzt wird, um Wärme zu erzeugen. Daneben ist Wärmestrom ein Begriff aus der physikalischen Wärmelehre. Der Wärmestrom – auch Wärmefluss genannt – ist die in der Zeit δt übertragene Wärmeenergie δQ.

Formel Wärmestrom

Die wichtigsten Informationen zu Wärmestrom

  1. Wärmeenergie fließt immer von der höheren zur niedrigeren Temperatur.

  2. Wärmestrom wird zum Heizen mit einer Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung genutzt.

  3. Wärmestrom ist günstiger als Haushaltsstrom, deshalb lohnt es sich einen Heizstromtarif abzuschließen.

  4. Der Wärmestromverbrauch wird in der Regel mit einem Doppeltarifzähler gemessen.

Wie funktioniert die Wärmeleitung?

Der Wärmestrom ist eine Wärmeleistung und wird in Watt angegeben. Er kann nicht direkt gemessen werden. Stattdessen beruht die Angabe immer auf der Messung von verschiedenen Temperaturen. Ändert sich die Temperatur, fließt Wärmeenergie. Man spricht hier von Wärmeleitung. Die Wärmeleitung erfolgt durch Körper hindurch von der höheren Temperatur zur niedrigeren Temperatur. Soll die Wärmeströmung in die umkehrte Richtung erfolgen, muss Arbeit verrichtet werden. Dies ist das Prinzip, nach dem eine Wärmepumpe funktioniert.

Bei der Wärmepumpe wird thermische Energie aus der Umgebung, wo niedrige Temperatur herrscht, aufgenommen. Dies geschieht, indem technische Arbeit verrichtet wird. Diese Energie wird auf ein System mit höherer Temperatur übertragen – die Raumheizung. Bei Kühlschrank oder Klimaanlage dagegen erfolgt die Wärmeleitung von hoher zu niedriger Temperatur. Wärmeenergie wird aus dem zu kühlenden Raum aufgenommen und teilweise in mechanische Arbeit umgewandelt. Die Restenergie wird als Abwärme an die Umgebung abgegeben. Somit sind Wärmepumpe und Kühlschrank zwei gegensätzliche Arten, das Prinzip der Wärmeleitung zu nutzen.

Heizstrom und Haushaltsstrom

Mit dem Begriff Wärmestrom wird außerdem auch Heizstrom – im Gegensatz zum Haushaltsstrom – bezeichnet. Haushaltsstrom wird ausschließlich von Privathaushalten bezogen. Er wird für Beleuchtung, Haushaltsgeräte, Multimedia usw. verwendet. Heizstrom wird dagegen für das Heizen mit einer Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung verwendet. Viele Energieversorger bieten Verbrauchern, die mit Strom heizen, die Möglichkeit, einen speziellen Wärmestromtarif abzuschließen. Durch den Abschluss eines günstigen Heizstromtarifs kann man seine Stromkosten deutlich senken, denn Wärmestrom kostet pro Kilowattstunde um einiges weniger als Haushaltsstrom.

Warum ist Wärmestrom billiger als Haushaltsstrom?

Warum Wärmestrom billiger als Haushaltsstrom ist, hat seinen Grund in den Verbrauchszeiten für Strom. Kraftwerke produzieren rund um die Uhr Strom, doch es wird nicht immer gleich viel Energie verbraucht. Das Angebot an Strom ist nachts größer als die Nachfrage. Die nachts produzierte elektrische Energie kann deshalb zu günstigeren Preisen verkauft werden – als Wärmestrom. Nachtspeicherheizungen können nachts aufgeladen werden und geben die gespeicherte Wärme tagsüber ab.

Die günstigeren Preise für Wärmestrom im Vergleich zu Haushaltsstrom gelten auch für Wärmepumpen. Der Netzbetreiber kann sie zu Zeiten, in denen der Stromverbrauch allgemein besonders hoch ist, vom Netz nehmen. Deshalb sind Gebühren wie die Netzentgelte für Wärmepumpen niedriger als für Haushaltsstrom.

Wie wird Heizstrom gemessen?

Der Heizstromverbrauch kann auf verschiedene Arten gemessen werden:

  • Gemeinsam mit dem Haushaltsstrom über einen Doppeltarifzähler (auch Zweitarifzähler genannt).
  • Getrennt vom Haushaltsstrom über einen Eintarifzähler.
  • Getrennt vom Haushaltsstrom über einen Doppeltarifzähler.

In seltenen Fällen wird der Heizstrom auch mit demselben Eintarifzähler wie der Haushaltsstrom gemessen.

Was ist ein Doppeltarifzähler?

Der Wärmestromverbrauch wird in den meisten Fällen mithilfe eines sogenannten Zweitarif- oder Doppeltarifzählers gemessen. Im Gegensatz zu einem Eintarifzähler verfügt der Doppeltarifzähler über zwei Zählwerke, von denen eins den Stromverbrauch zu Hochtarifzeiten und eines zu Niedertarifzeiten misst. Da die Niedertarifzeiten meist nachts sind, spricht man auch von Nachtstrom. Zum Niedertarif (NT) ist der Strom etwas günstiger als zum Hochtarif (HT).

Typische Zeiten für Hochtarif und Niedertarif
Hochtarif Niedertarif
Mo-Fr 6.00-22.00 Uhr Mo-Fr 22.00-6.00 Uhr
Sa 6.00-13.00 Uhr Sa 13.00-24.00 Uhr
So 0.00-24.00 Uhr

In der Regel können Sie auch Wärmestrom beziehen, wenn der Stromverbrauch Ihrer Nachtspeicherheizung oder Wärmepumpe nicht mit einem Doppeltarifzähler gemessen wird. Nähere Informationen dazu erhalten Sie im CHECK24 Ratgeber zu Stromzählern.

Der Wärmestrom Preisvergleich

Einen günstigen Wärmestromanbieter finden Sie mit dem Heizstromvergleich. Diesen gibt es für Wärmepumpen und Nachtspeicherheizungen.

Heizen Sie mit einer Wärmepumpe, halten Sie für den Tarifvergleich folgende Daten bereit:

  • Ihre Zählerart (Eintarif- oder Zweitarifzähler)
  • Ihre Postleitzahl
  • Den ungefähren jährlichen Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe

Wenn Sie eine Nachtspeicherheizung besitzen, werden folgende Angaben benötigt:

  • Besitzen Sie einen separaten Zähler für Heizstrom?
  • Die Zählerart, mit der der Heizstromverbrauch gemessen wird
  • Ihre Postleitzahl
  • Den ungefähren jährlichen Stromverbrauch Ihrer Nachtspeicherheizung

Haben Sie alle Daten in den Stromrechner eingegeben, erhalten Sie sofort eine Übersicht über alle verfügbaren Anbieter. So können Sie direkt einen günstigen Heizstromtarif abschließen und so Ihre Heizkosten deutlich senken. Auch für Nachtspeicherheizung und Wärmpumpe gibt es zahlreiche Ökostromanbieter. Sie können die Suche auf grüne Stromtarife begrenzen.

Aktuelle Auszeichnungen

Testsieger EnergievergleichsportaleTestsieger Energievergleichsportale
Im aktuellen Test der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien hat der Strom- und Gasvergleich von CHECK24 bereits zum zweiten Mal den ersten Platz belegt. In den Teilkategorien Nutzerfreundlichkeit und Transparenz erreichte CHECK24 hierbei jeweils den Testsieg der untersuchten Vergleichsportale. Zudem wurden die Preise für Strom und Gas mit "sehr gut" bewertet.
 

Bestes Vergleichsportal 2018
In einer Kundenbefragung des Statistik-Portals Statista und TESTBILD hat CHECK24 in allen der abgefragten Kriterien „Benutzerfreundlichkeit“, „Beratung“, „Einsparpotenzial“ sowie „Anbieterauswahl“ für Strom & Gas den ersten Platz belegt. 

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