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Sparkassen, Volksbanken, Sparda-Banken Jede zweite Bank will Gebühren fürs Girokonto erhöhen

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Für viele Girokontoinhaber wird es teurer. Fast die Hälfte der Banken hierzulande plant, an der Gebührenschraube zu drehen. So können Sie die höheren Preise umgehen.
Der Girokontowechsel mit einem Kontowechselservice funktioniert einfach, aber noch nicht schnell genug.

Die nächste Welle an Girokontogebühren steht an. Wer sein Konto wechselt, kann Geld sparen.

Schlechte Nachrichten für viele Girokontoinhaber: Jede zweite Bank will an der Gebührenschraube drehen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Branchenkompass Banking 2018“ des Beratungsunternehmens Sopra Steria Consulting und des F.A.Z.-Instituts. In der Studie wurden mehr als hundert Führungskräfte aus der deutschen Bankenbranche befragt. Knapp die Hälfte von ihnen gab an, zum Zweck der Ertragssteigerung die Gebühren im Privatkundengeschäft zu erhöhen. Dabei erwägen Kreditgenossenschaften und Großbanken überdurchschnittlich oft, neue Gebühren zu erheben oder bestehende zu erhöhen. Viele Banken haben in den letzten beiden Jahren bereits die Gebühren fürs Girokonto erhöht, wie etwa die Postbank, die Commerzbank, die Sparda-Bank West oder die Sparkasse Köln-Bonn.

Bei diesen Girokonten werden die Gebühren erhöht

Bereits seit Anfang Oktober gibt es bei der Sparkasse Solingen ein neues Gebührenmodell für Girokonten. Das GiroKompakt kostete bis Ende September 3,75 Euro im Monat, nun zahlen Kontoinhaber 4,95 Euro. Auch das GiroPrivat wird mit einer Preiserhöhung von 6,95 Euro auf 7,95 Euro um einen Euro pro Monat teurer. Dafür berechnet die Bank Echtzeitüberweisungen nicht separat. Die letzte Gebührenerhöhung bei den Kontoführungskosten nahm die Sparkasse Solingen vor vier Jahren vor, jedoch hat sie zuletzt andere Gebühren erhöht, wie etwa bei der Annahme von Münzgeld oder die Gebühren für Schließfächer.

Auch bei der Nassauischen Sparkasse müssen Kontoinhaber seit Anfang Oktober mehr bezahlen. Laut Allgemeiner Zeitung steigt beim Giro-Komfort-Konto die monatliche Gebühr von sieben auf neun Euro und beim Giro-Service von fünf auf sieben Euro. Für die Online-Variante verlangt die Bank 2,50 Euro, zusätzlich fallen bei diesem Konto für jede beleghafte Überweisung zwei Euro und für Überweisungen am Automaten 0,50 Euro an.

Die Wiesbadener Volksbank (WVB) hat ebenfalls zum 1. Oktober neue Kontomodelle eingeführt. Das WVB Komfort Konto kostet 9,80 Euro im Monat, das Online Konto WVB Aktiv und das WVB Klassik jeweils 3,90 Euro im Monat. Bei den dazugehörigen Dienstleistungen fallen unterschiedliche Gebühren an. Da die Wiesbadener Volksbank die neuen Preise mit der Einführung neuer Konten verbunden hat, lassen sich die Preise mit den alten Kontomodellen nicht vergleichen.

Kunden der Volksbank Köln-Bonn müssen ebenfalls seit Anfang Oktober tiefer in die Tasche greifen, wenn sie das PrivatGiro Individual Konto nutzen. Obwohl die Bank dafür bereits zwei Euro Kontoführungsgebühren pro Monat erhebt, zahlen Kontoinhaber nun für Ein- und Auszahlungen von Bargeld an bankeigenen Automaten jedes Mal 15 Cent. Eine Transaktion über den SB-Terminal kostet nun sogar einen Euro.

Die nächste Gebührenwelle kommt

Am 1. Januar schwappt die nächste Gebührenwelle in die Geldbörsen vieler Girokontoinhaber. Denn ab Anfang nächsten Jahres kostet das Komfortkonto der Hammer Sparkasse 8,50 Euro pro Monat und wird damit 1,50 Euro teurer. Die Kontoführungsgebühr für das Profikonto für Geschäftskunden steigt von fünf auf sieben Euro pro Monat.

Auch die größte Sparkasse, die Sparkasse Hamburg, passt zum Jahreswechsel ihre Gebührenmodelle an. Die monatliche Gebühr des Standard-Girokontos erhöht sich um rund 25 Prozent von 3,95 Euro auf 4,95 Euro. Zusätzlich erhöhen sich die Preise für jede Buchung von 40 auf 50 Cent.

Im Vergleich zu den Preisanstiegen bei der Hamburger Sparkasse, fallen die Gebührensteigerungen bei der Münchner Sparkasse eher moderat aus. Ab 2019 zahlen Kunden für das Girokonto Individual anstatt wie bislang 2,95 Euro 3,05 Euro im Monat. Die Gebühr für das Girokonto Komfort steigt von 7,95 Euro auf 8,20 Euro. Ist der monatliche Geldeingang niedriger als 1.750 Euro, kostet das Girokonto Online nach dem Jahreswechsel 5,10 Euro statt 4,95 Euro. Für jede Überweisung am SB-Terminal müssen Girokonto-Online-Nutzer dann zehn Cent mehr bezahlen.

Die Sparda-Bank Hannover führt ebenfalls zum ersten Januar Gebühren für ihre Girokonten ein. Kunden müssen dann für das Sparda Direct drei Euro im Monat bezahlen und für das Sparda Classic fünf Euro.

Mit Kontowechsel zu Gratiskonten Gebühren vermeiden

Wer es bevorzugt, keine Kontoführungsgebühren für sein Girokonto zu bezahlen, der sollte über einen Kontowechsel nachdenken. Gerade Direktbanken, die kein kostspieliges Filialnetz unterhalten müssen, bieten noch Girokonten ohne Gebühren an. Zwar können bei der einen oder anderen Kontovariante auch dort Gebühren anfallen, etwa bei Bargeldabhebungen unterhalb von 50 Euro bei der ING-DiBa, doch mit dem entsprechenden Nutzungsverhalten müssen Kontoinhaber auch hier keinerlei Gebühren zahlen. Mit einem Kontowechsel lassen sich unter Umständen bis zu 200 Euro im Jahr sparen.

Ein Kontowechsel ist schnell gemacht. Seit September 2016 müssen sowohl die alte als auch die neue Bank Kunden beim Kontowechsel unterstützen. Das Zahlungskontengesetz, welches die Banken zur gesetzlichen Kontowechselhilfe verpflichtet, schreibt vor, dass der Umzug innerhalb von zwölf Geschäftstagen geregelt sein muss. Die alte Bank muss die Informationen über Lastschriften und Daueraufträge an die neue Bank weitergeben. Die neue Bank informiert dann die Zahlungspartner über den Kontoumzug. Mit dem digitalen Kontoumzug von CHECK24 können Girokontoinhaber einen Kontowechsel sogar innerhalb von zehn Minuten vom heimischen Sofa aus in die Wege leiten.

Gebührenerhöhung wegen Niedrigzinsen

Am Donnerstag verkündete EZB-Präsident Mario Draghi, dass der Hauptrefinanzierungszinssatz der Europäischen Zentralbank auch weiterhin null Prozent betragen wird. Dadurch können sich Geschäftsbanken billig Geld bei der Zentralbank leihen und somit Kredite zu günstigen Zinsen an ihre Kunden weitergeben. Dadurch sinken für die Banken aber die Erträge aus dem Zinsgeschäft. Diese Ausfälle müssen sie laut eigener Aussage durch höhere Gebühren für Dienstleistungen wie etwa Girokonten abfedern. Allerdings konnten gerade die Sparkassen ihren Gewinn trotz Niedrigzinsen steigern. Sie haben im Geschäftsjahr 2017 auch wegen Kontogebühren ihren Provisionsüberschuss um, um 8,4 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro gesteigert. Der Überschuss gibt an, wieviel Geld eine Bank durch die von ihr erhobenen Gebühren verdient. Die Sparkasse München, die zum ersten Januar die Gebühren für ihre Girokonten erhöht, steigerte laut dem Blog finanz-szene.de ihren Provisionsüberschuss im letzten Jahr um 17 Prozent.

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