Sie sind hier:

Zusatzbeitrag: Durchschnittlicher Zusatzbeitrag sinkt auf 0,9 Prozent

München, 29.10.2018 | 11:32 | mst

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung wird ab dem 1. Januar 2019 leicht sinken. In der Pflegeversicherung steigt der Beitrag dagegen.
 

Versichertenkarte mit Euro-MünzenFür die Krankenkasse zahlen Versicherte nächstes Jahr weniger. Die Beiträge zur Pflegeversicherung indes steigen.
Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung sinkt im nächsten Jahr um 0,1 Prozentpunkte auf 0,9 Prozent. Das hat das Bundesgesundheitsministerium am Freitag mitgeteilt.
 
Damit folgt das Ministerium wie erwartet den Prognosen des Schätzerkreises. Die Experten aus Gesundheitsministerium, Bundesversicherungsamt sowie GKV-Spitzenverband hatten vor gut zwei Wochen einen Zusatzbeitrag in dieser Höhe errechnet.

Man wolle die Kassen mit übermäßig hohen Polstern dazu bringen, dass sie ihre Versicherten entlasten, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Spätestens 2020 werde das Pflicht.
 

Jede Kasse legt Zusatzbeitrag selbst fest

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag ist eine rein statistische Größe. Jede Krankenkasse kann davon je nach Finanzlage abweichen. Die gesetzlich Versicherten werden im nächsten Jahr zudem durch die Wiedereinführung der Parität entlastet: Ab dem 1. Januar 2019 übernimmt der Arbeitgeber wieder die Hälfte des kompletten Beitrags – inklusive des Zusatzbeitrags, den Arbeitnehmer bislang alleine zahlen mussten.
 

Beitrag zur Pflegeversicherung steigt an

Gleichzeitig steigt die Belastung durch die gesetzliche Pflegeversicherung. Die Beiträge werden im nächsten Jahr um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Der Pflegebeitrag soll allerdings in den nächsten Jahren stabil bleiben. Man habe eine Stabilität bis 2022, sagte Spahn. Aber man dürfe – wie in der Rente – nicht nur auf die kommenden vier Jahre schauen.

Weitere Nachrichten zum Thema Gesetzliche Krankenversicherung