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Wartezeit beim Arzt: Das Warten der Kassenpatienten auf den Facharzt

München, 30.8.2018 | 12:02 | mst

Gesetzlich versichert und auf der Suche nach einem Facharzt? Dann dauert das Warten auf einen Termin im Schnitt am längsten, zeigt eine aktuelle Auswertung der Kassenärzte.
 

Patientinnen mit Arzt im Wartebereich einer PraxisWarten auf den Arzt: Vor allem beim Facharzt müssen sich Patienten gedulden.
Auf einen Untersuchungstermin müssen Patienten vor allem bei Fachärzten warten. Beim Hausarzt bekommt man hingegen meist sofort einen Termin. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
 
Danach erhielten 37 Prozent der Befragten sofort einen Termin beim Hausarzt. Lediglich vier Prozent mussten länger als drei Wochen darauf warten. Bei Fachärzten ist eine längere Wartezeit hingegen die Regel: Hier mussten 32 Prozent über drei Wochen auf einen Behandlungstermin warten. Sofort einen Termin erhielten nur 19 Prozent.
 

Gesetzliche Versicherte müssen länger warten

Bei den Fachärzten zeigt sich zudem die unterschiedliche Behandlung von gesetzlich und privat versicherten Patienten. 25 Prozent der Privatversicherten wurden sofort untersucht, bei den gesetzlich Versicherten nur 18 Prozent. Dafür musste ein Drittel der gesetzlich Versicherten (34 Prozent) länger als drei Wochen warten, bei den Privatpatienten hingegen nur ein knappes Fünftel (18 Prozent).
 
Darüber hinaus gibt es Unterschiede zwischen den Fachrichtungen. So sind Wartezeiten von mehr als drei Tagen bei Frauenärzten, Psychiatern, Urologen und Orthopäden am häufigsten. Vergleichsweise geringe Wartezeiten gibt es nach den Daten der Kassenärzte bei Chirurgen und Hals-Nasen-Ohren-Ärzten. Für die Untersuchung hatte die Forschungsgruppe Wahlen rund 6.000 Bundesbürger befragt.

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