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Statistik: Krankenhauskosten steigen auf 84 Milliarden Euro

München, 21.12.2016 | 10:38 | are

Innerhalb eines Jahres sind die Kosten für stationäre Krankenhausbehandlungen um rund vier Prozent gestiegen: von 81 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 84 Milliarden Euro im letzten Jahr. Das hat das Statistische Bundesamt am Dienstag mitgeteilt.

Krankenhausvisite Arzt PatientDie stationären Krankenhauskosten sind im letzten Jahr um vier Prozent gestiegen.
Insgesamt wurden im Jahr 2015 rund 19 Millionen Patienten in Deutschland vollstationär behandelt. Damit lagen die durchschnittlichen Kosten pro Fall bei 4.378 Euro. Im Jahr zuvor waren es noch 4.239 Euro.
 
Zusammen mit den nichtstationären Leistungen – wie etwa ambulante Behandlungen und wissenschaftliche Forschung – beliefen sich die Gesamtkosten der Krankenhäuser auf rund 97 Milliarden Euro. Personalkosten machten dabei den Großteil von rund 59 Milliarden Euro aus. 36 Milliarden Euro entfielen auf Sachkosten, rund eine Milliarde Euro auf Aufwendungen für den Ausbildungsfonds und eine weitere Milliarde Euro auf Steuern, Zinsen und Kosten der Ausbildungsstätten.
 

Krankenhausaufenthalte in Hamburg am teuersten

Bundesweit zeigen sich starke regionale Unterschiede bei den Krankenhauskosten. Während die Behandlungen in Brandenburg mit knapp 4.000 Euro pro Fall am günstigsten waren, lagen sie in Hamburg mit mehr als 5.000 Euro am höchsten. Den größten Kostenanstieg verzeichnete Schleswig-Holstein mit fünf Prozent auf rund 4.500 Euro.

Laut Statistischem Bundesamt sind diese Unterschiede auch strukturell bedingt. Sowohl das Versorgungsangebot als auch die Art und Schwere der behandelten Fälle würden die Kosten beeinflussen.

Aktualisierung:

Krankenhauskosten im Jahr 2016

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