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Kosten für Krankenhausbehandlungen steigen um vier Prozent

München, 3.11.2015 | 14:36 | mst

Die Kosten für Krankenhausbehandlungen sind im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent auf insgesamt 81,2 Milliarden Euro gestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt am Montag mitgeteilt.

OP-Saal mit EKG-GerätIm vergangenen Jahr kostete eine Klinikbehandlung im Schnitt rund 4.200 Euro.
Im Jahr 2013 lagen die Kosten noch bei 78 Milliarden Euro. Rechnet man die Kosten auf die 19,1 Millionen stationär behandelten Patienten um, ergibt sich ein Betrag von 4.239 Euro pro Fall. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.
 
So sind die Kosten in Hamburg mit 4.893 Euro pro behandeltem Patienten am höchsten, gefolgt von Bremen mit 4.617 Euro. Am günstigsten ist eine durchschnittliche Klinikbehandlung hingegen in Sachsen-Anhalt (3.808 Euro) sowie in Brandenburg (3.811 Euro).
 

Höchster Anstieg in Mecklenburg-Vorpommern

Die Kosten stiegen im Jahr 2014 mit 4,5 Prozent am stärksten in Mecklenburg-Vorpommern. Am geringsten fiel demgegenüber der Anstieg in Hamburg aus (plus 0,8 Prozent).
 
Die Gesamtkosten der deutschen Klinken lagen bei 93,7 Milliarden Euro. Hierzu zählen auch Ausgaben, die nichts mit der stationären Behandlung von Patienten zu tun haben – etwa die Ausgaben für Notfallambulanzen oder für Forschung und Lehre. Den größten Ausgabenblock der Kliniken bilden die Personalkosten mit rund 56,2 Milliarden Euro. Für Sachkosten wendeten die Krankenhäuser 35 Milliarden Euro auf, für den Ausbildungsfonds rund 1,2 Milliarden Euro.


Aktualisierung:
Krankenhauskosten 2015

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