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Krankenkassen: Mit einem Wechsel über 900 Euro im Jahr sparen

München, 9.1.2018 | 09:57 | are

Zum Jahreswechsel haben zahlreiche Krankenkassen ihre Zusatzbeiträge angepasst. Je nach Bundesland haben Versicherte jetzt ein noch höheres Sparpotenzial. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von CHECK24.

Ein Taschenrechner liegt neben Euroscheinen und Münzen.Wer zu einer günstigeren Kasse wechselt, kann jedes Jahr viel Geld sparen.
Demnach haben 13 Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag zum Jahreswechsel gesenkt oder dies für 2018 angekündigt. Sechs Krankenkassen haben ihren Zusatzbeitrag erhöht. Damit reichen die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen 2018 von 0 bis 1,7 Prozent.

Gesetzlich Versicherte mit einem Jahreseinkommen von 53.100 Euro können bei einem Kassenwechsel damit bis zu 903 Euro pro Jahr sparen. Bei einem Einkommen von 30.000 Euro liegt das Sparpotenzial bei bis zu 510 Euro jährlich.Tabelle mit der Änderung der Zusatzbeiträge 2018

Am meisten sparen Baden-Württemberger und Thüringer

Die Sparpotenziale unterscheiden sich je nach Bundesland. In Baden-Württemberg und Thüringen können die Versicherten am meisten sparen. Hier gibt es sowohl eine Krankenkasse, die ganz auf einen Zusatzbeitrag verzichtet, als auch eine Kasse, die den bundesweit höchsten Zusatzbeitrag von 1,7 Prozent verlangt.

Aber auch deutschlandweit lässt sich viel Geld sparen: Zwischen der günstigsten und teuersten bundesweit geöffneten Krankenkasse liegt der Beitragsunterschied bei 1,11 Prozentpunkten. Bei einem Gehalt von 53.100 Euro beträgt die Ersparnis damit bis zu 589 Euro. Durchschnittsverdiener (30.000 Euro brutto) sparen bis zu 333 Euro im Jahr.
 

Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung

Wer bei einer der sechs Krankenkassen versichert ist, die ihren Zusatzbeitrag erhöht haben, hat ein Sonderkündigungsrecht. Dann können Verbraucher die Kasse wechseln, selbst wenn sie noch keine 18 Monate bei ihr Mitglied sind.  

Unabhängig davon kann die Krankenkasse regulär alle 18 Monate gewechselt werden. Die Kündigungsfrist beträgt stets zwei Monate. 

Weitere Informationen:
Pressemeldung
Tabellen: Sparpotenzial und Zusatzbeiträge
 

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