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Halbjahreszahlen: Finanzreserven der Krankenkassen weiter gestiegen

München, 23.8.2017 | 11:48 | are

Die Krankenkassen haben im ersten Halbjahr 2017 einen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Finanzreserven sind damit auf 17,5 Milliarden Euro gestiegen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und beruft sich auf Angaben von Kassenverbänden. 

Ein Stethoskop umschlingt einen Stapel aus Münzen.Das Finanzpolster der Krankenkassen ist im ersten Halbjahr erneut gewachsen.
Der Überschuss aus dem ersten Quartal in Höhe von 612 Millionen Euro wurde damit mehr als verdoppelt. Die Reserven sind von 16,7 Milliarden Euro auf rund 17,5 Milliarden Euro gestiegen.
 
Nach Angaben der FAZ konnten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) sowie die Ersatzkassen ihre Überschüsse um jeweils rund 300 Millionen Euro ausweiten. Das Plus bei den Betriebskrankenkassen beträgt demnach 111 Millionen Euro. Die Innungskrankenkassen kommen auf 93 Millionen Euro und die Knappschaft auf 101 Millionen Euro.

Kassen profitieren von Mitgliederzuwachs und guter Konjunktur

Ein Grund für die positiven Ergebnisse der Krankenkassen ist die gute wirtschaftliche Lage in Deutschland. Außerdem haben sich laut dem Verband der Ersatzkassen die Ausgaben schwächer entwickelt als erwartet. Auch ein starkes Mitgliederwachstum durch vor allem junge Versicherte trägt dazu bei, dass die Kassen aktuell so gut aufgestellt sind.
 
Hinzu kommt ein Zuschuss aus dem Gesundheitsfonds in Höhe von 1,5 Milliarden Euro. Diesen hatte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den Krankenkassen für das Wahljahr 2017 zugesichert. 

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