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Bitkom-Studie: 60 Prozent wollen digitale Patientenakte nutzen

München, 28.3.2017 | 11:47 | mst

Beinahe zwei Drittel der Deutschen wollen eine elektronische Patientenakte nutzen – und damit ihre Gesundheitsdaten elektronisch speichern.

Ältere Frau mit Fitness-Tracker, Handy und TabletFast jeder zweite Deutsche nutzt bereits Gesundheits-Apps.
60 Prozent der Deutschen wollen eine elektronische Patientenakte nutzen. Das geht aus einer aktuellen Studie des Branchenverbands Bitkom hervor. Nur jeder Dritte (34 Prozent) würde ein solches Angebot nicht nutzen.
 
In der elektronischen Patientenakte sollen künftig Diagnosen und Angaben zu verschriebenen Medikamenten gesammelt werden. Die Daten sollen auf der elektronischen Gesundheitskarte der Versicherten gespeichert werden.

Datenschutz für Verbraucher wichtig

Allerdings spielt der Datenschutz für Verbraucher hierbei eine wichtige Rolle. Die große Mehrheit (74 Prozent) möchte selbst bestimmen, welche Ärzte Zugriff auf gespeicherte Gesundheitsdaten haben. 60 Prozent wären damit einverstanden, dass der behandelnde Arzt die Daten einsehen und an einen anderen Mediziner weitergeben kann.
 
Es wäre aber nur für jeden Vierten (24 Prozent) in Ordnung, wenn die Krankenkasse seine Gesundheitsdaten kontrolliert und weitergibt.

Fast jeder Zweite nutzt bereits Gesundheits-Apps

Schon jetzt nutzen viele Bundesbürger digitale Gesundheitsangebote. 45 Prozent nutzen Gesundheits-Apps. Genauso viele könnten sich vorstellen, dies künftig zu tun. 14 Prozent lassen sich per SMS oder E-Mail an Arzttermine erinnern, 45 Prozent können sich dies vorstellen.
 
Einen Arzttermin online vereinbart haben bereits 18 Prozent, 40 Prozent wären dazu bereit. Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) kann sich zudem vorstellen, künftig die Online-Sprechstunde eines Arztes zu nutzen.
 
Bitkom hat für die repräsentative Studie zusammen mit der Bayerischen Telemedallianz 1.003 Deutsche ab einem Alter von 14 Jahren befragt.

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