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Zins- und Inflationsprognose So schützen Sie Ihr Tagesgeld vor Wertverlust

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Für Tages- und Festgeldsparer ist nicht nur der Zins entscheidend. Auch die Inflation wirkt sich auf die Ersparnisse aus. Doch wie werden sich Sparzinsen und Inflation entwickeln? Und wie können Sparer ihr Geld vor Wertverlust schützen?
Sparerindex Juni 2019

Nach dem deutlichen Einbruch im April geht es für den Sparerindex im Mai wieder leicht aufwärts.

Sparer haben es zurzeit nicht leicht. Seit die Europäische Zentralbank im März 2016 den Leitzins auf null Prozent gesenkt hat, gewähren die Banken ihren Kunden kaum noch Zinsen auf klassische Geldanlagen wie Tages- oder Festgeldkonten. Laut Bundesbank betrug der durchschnittliche Zinssatz für täglich fällige Einlagen, darunter auch Tagesgeld, in Deutschland zuletzt 0,01 Prozent. Auf der anderen Seite liegt die Inflation deutlich darüber. Im Mai stiegen die Preise laut statistischem Bundesamt gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent. Sind die Zinsen fürs Ersparte niedriger als die Inflation, verliert es an Wert. Daher ist es für Sparer wichtig, fürs Tages- und Festgeld die besten Zinsen zu bekommen, um die Auswirkungen der Inflation zumindest ein Stück weit einzudämmen.

Gestiegene Inflation drückt auf die Realzinsen

Auskunft darüber, welche Zinsen zu den aktuell am besten über CHECK24 verfügbaren Zinssätzen fürs Tagesgeld gehören, gibt der CHECK24 Sparerindex. Mit ihm erfahren Sparer auch, welche maximale reale Rendite sie zurzeit mit Tagesgeld über CHECK24 erwirtschaften können. Dazu ermittelt der Sparerindex jeden Monat die Differenz aus dem bestverzinsten Tagesgeld und dem aktuellen Inflationswert. Die besten Tagesgeldzinsen im Mai bot die Fimbank mit 0,65 Prozent. Abzüglich der Inflation von 1,4 Prozent ergibt sich somit ein Realzins von -0,75 Prozent. Auch wenn die Rendite selbst mit dem bestverzinsten Tagesgeldkonto negativ ausfiel, ließ sich mit diesem der inflationsbedingte Wertverlust zumindest ein wenig eingrenzen, wie folgende Beispielrechnung zeigt:

Ein Sparer, der 10.000 Euro auf einem unverzinsten Konto angelegt hat, verliert bei einer jährlichen Inflation von 1,4 Prozent innerhalb eines Jahres 138,07 Euro an Kaufkraft. Legt er die 10.000 Euro dagegen auf einem Tagesgeldkonto zu 0,65 Prozent Zinsen an, so erwirtschaftet er bei gleichbleibenden Zinssatz und zweiwöchentlichen Zinsgutschriften innerhalb zwölf Monaten 65,00 Euro. Der Kaufkraftverlust würde sich somit um fast die Hälfte verringern und nur 73,08 Euro betragen. Das mag nicht nach viel klingen, summiert sich aber im Laufe der Zeit.

Die aktuell besten Zinsen bei CHECK24 im Überblick

Zugegeben: Die Zinsen aufs Tagesgeld können sich schnell ändern. So wurde der höchste im Mai über den Tagesgeldvergleich von CHECK24 verfügbare Zinssatz von der Fimbank inzwischen auf 0,45 Prozent p.a. gesenkt. Mit einem CHECK24 Anlagekonto können Kunden jedoch bequem auf das nächstbesser verzinste Tagesgeldkonto wechseln.
 
Die aktuell besten Tagesgeldzinsen bei CHECK24 im Überblick
Bank Zins p.a. Zinsgarantie Zinsgutschrift Zinssatz gültig bis
My Money Bank 0,61 %* - 14-täglich 100.000 €
Ferratum Bank 0,60 % 6 Monate jährlich 100.000 €
Creditplus 0,51 %* - 14-täglich 100.000 €
                                       

In den Monaten zuvor sah es für Sparer nicht viel besser aus. Im April lag der Sparerindex bei -1,0, im Monat davor bei -0,30, im Februar bei -0,50 und im Januar bei -0,40. Seit Dezember 2016 ließ sich kein positiver Realzins mehr mit einem über CHECK24 abgeschlossenem Tagesgeldkonto erzielen. Dass sich die reale Rendite während dieser Zeit mal erhöht, mal verringert hat, lag weniger an den Schwankungen bei den Bestzinsen. Viel eher ist die unbeständige Entwicklung bei der realen Rendite auf das Auf und Ab bei der Inflation zurückzuführen. Noch im März dieses Jahres lag die Inflation in Deutschland bei 1,3 Prozent, gefolgt von 2,0 Prozent im April und nun 1,4 Prozent im Mai.
Wer wissen möchte, wie die Realzinsen für Tages- und Festgeld künftig ausfallen, der muss sowohl ein Auge auf die Zinsentwicklung als auch auf die Entwicklung der Inflation haben. Die Frage lautet also: Wie werden sich Inflation und Zinsen künftig entwickeln? Können Sparer bald wieder auf höhere Realzinsen hoffen?

Wie hoch wird die Inflation in Zukunft sein?

Die Entwicklung der Inflation ist eng verknüpft mit den Zinsen für Tages- und Festgeld. Sie bildet den Gradmesser für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Denn erklärtes Ziel der Währungshüter ist die Preisstabilität. Diese ist laut EZB bei einer Inflation von knapp unter zwei Prozent gegeben. Mit Blick auf die Inflation in der Bundesrepublik letzten Monat könnte man also meinen: Ziel verfehlt. Erschwerend kommt hinzu, dass der EZB die Preisstabilität in der gesamten Eurozone obliegt – und nicht nur die eines einzelnen Mitgliedsstaates. Mit einer Euro-weiten Inflation von zuletzt 1,2 Prozent hat die EZB ihr Ziel längst noch nicht erreicht. Auch  weisen die großen Schwankungen bei der Inflation nicht auf die von der EZB anvisierte nachhaltige Entwicklung hin.

Laut der Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission liegt die prognostizierte Jahresinflation für 2019 in der Eurozone bei 1,4 Prozent, in Deutschland bei 1,5 Prozent. Auch 2020 ist kein großer Anstieg bei der Inflation zu erwarten. Hier schätzen die Experten der EU, dass die Preise gegenüber dem Vorjahr erneut nur um 1,4 Prozent steigen, in Deutschland um 1,5 Prozent.

Wann steigen die Zinsen wieder?

Niedrige Inflation bedeutet zwar geringeren Kaufkraftverlust, aber auch niedrigere Zinsen. Denn die niedrigen Leitzinsen sind eine geldpolitische Maßnahme der EZB und vieler anderer Notenbanken, mit denen sie die Inflation steigern wollen. Banken geben die niedrigen Zinsen sowohl bei der Kreditvergabe als auch bei Sparanlagen an die Verbraucher weiter. Was Kreditnehmer freut, ist für Sparer ein Dilemma. Denn die Leitzinsen können erst wieder steigen, wenn die Inflation konstant um die 2,0 Prozent beträgt. Für Ersparnisse bedeutet das zwangsläufig, dass die Realzinsen vorher über einen längeren Zeitraum in negativen Bereich verharren müssen, bevor die obersten Euro-Währungshüter die Leitzinsen zum ersten Mal seit 2011 wieder anheben.

So will die EZB die Inflation steigern

Um das Ziel der Preisstabilität zu erreichen, stehen der EZB verschiedene geldpolitische Steuerungsmaßnahmen zur Verfügung. Zum einen kann sie die Leitzinsen senken. Sind die Zinsen niedrig, nehmen mehr Leute Kredite auf, mit denen sie Konsumwünschen nachgehen, Renovieren, ein Haus bauen, ein Auto kaufen oder verreisen. Wird mehr konsumiert, steigt die Nachfrage und somit die Preise. Die günstigen Kredite sollen auch die Investitionen von Firmen in Produktionsmittel steigern, wodurch mehr Arbeitskräfte benötigt würden, die über ihr Gehalt wieder konsumieren und somit zur Preissteigerung beitragen.

Ein anderes Mittel, dass die Kreditvergabe ankurbeln soll, besteht darin, die Kosten der Privatbanken für gehortetes Bargeld zu erhöhen – etwa in dem die EZB ihren Einlagezins senkt. Gegenwärtig beträgt dieser -0,4 Prozent. Anstatt also Geld für über Nacht bei der EZB geparktes Geld zu erhalten, müssen die Privatbanken Zinsen dafür bezahlen. Banken geben diesen Kostenpunkt an den Kunden weiter – indem sie ihre Zinsen senken, zuweilen sogar Strafzinsen auf hohe Einlagen verlangen. Anstatt das Geld für niedrige Zinsen bei der Bank anzulegen, sollen die Kunden es ausgeben.

Die dritte Maßnahme, welche die EZB bereits Ende Dezember wieder eingestellt hat, besteht darin, Anleihen von Staaten und Unternehmen zu kaufen. Bis ins letzte Jahr hinein hat die EZB jeden Monat Staats- und Unternehmensanleihen mit einem Volumen von 60 Milliarden Euro gekauft und so jeden Tag zwei Milliarden Euro frisches Geld in den Markt geschleust. 

Die EZB hat mehre Leitzinssätze, über die sie ihre Geldpolitik umsetzen und die Geldmenge bestimmen kann. Diese Leitzinssätze sind:

✓ Einlagezinssatz: Der Einlagezinssatz gibt an, wie viel Zinsen private Banken erhalten, wenn sie ihr 
   Geld über Nacht bei der EZB Anlegen. Aktuell liegt der Einlagezinssatz bei -0,4 Prozent. Banken     
   müssen also Geld bezahlen, wenn sie es bei der EZB anlegen wollen.

✓ Hauptrefinanzierungszinssatz: Der Hauptrefinanzierungszins gibt an, zu welchen Kosten sich 
   private Banken Geld bei der EZB leihen können. Seit März 2016 liegt der Hauptrefinanzierungszins 
   bei 0,0 Prozent. Banken können sich seitdem Geld praktisch zum Nulltarif leihen. Wird in der EU
   von dem Leitzins gesprochen, so ist meist der Hauptrefinanzierungszins gemeint.

✓ Spitzenrefinanzierungszinsatz: Der Spitzenrefinanzierungszins gibt an, zu welchem Kosten sich 
   private Banken kurzfristig Geld von der EZB leihen können.

Auf der EZB-Ratssitzung in Vilnius am 6. Juni verkündete EZB-Präsident Draghi, dass es aufgrund gestiegener konjunktureller Risiken frühestens in der zweiten Jahreshälfte des nächsten Jahres zu einer Anhebung der Leitzinsen kommt. Denn auf der einen Seite wird von Experten erwartet, dass die Inflation wieder sinkt, auf der anderen Seite trübt sich die Konjunktur nicht zuletzt wegen des Handelskonflikts zwischen China und den USA wieder ein. Daher würde weiterhin die Notwendigkeit einer geldpolitischen Unterstützung durch die EZB bestehen bleiben, um die Inflation nachhaltig in Richtung des angestrebten Inflationsziels von knapp unter zwei Prozent zu hieven.

Der Leitzins bleibt in der Eurozone  also wohl auch in diesem Jahr bei null Prozent. Dazu Rainer Gerhard, Geschäftsführer Karten und Konten bei CHECK24: „Sparer müssen sich wohl mittelfristig auch weiterhin auf niedrige Zinsen einstellen. Wer sich die besten Zinsen für sein Tages- oder Festgeldkonto sichern möchte, der sollte regelmäßig vergleichen. Das CHECK24 Anlagekonto unterstützt Sparer dabei, stets die besten Tages- und Festgeldzinsen zu erhalten und bei ihrer Geldanlage flexibel zu bleiben. Durch den Eröffnungsbonus lässt sich der Wertverlust des angelegten Geldes sogar komplett vermeiden.“

So bekommen Sie stets die besten Zinsen

Um auch bei weiterhin niedrigen Zinsen den Auswirkungen der Inflation auf die Ersparnisse entgegenwirken zu können, empfiehlt es sich für Sparer ständig das beste Tagesgeld-Angebot zu nutzen. Die Tatsache, dass Tagesgeldkonten in der Regel kostenfrei sind und sich mit wenigen Mausklicks eröffnen lassen, versetzt Sparer in die Lage, eine als Tagesgeldhopping bekannte Strategie anzuwenden. Beim Tagesgeldhopping wechselt ein Sparer ständig von Bestzins zu Bestzins. Senkt eine Bank die Zinsen fürs Tagesgeld, können er das Konto kündigen und mit seinen Ersparnissen zu einer Bank mit höheren Tagesgeldzinsen „hoppen“, um dort ein neues Tagesgeldkonto zu eröffnen. Bietet eine andere Bank nach einigen Wochen oder Monaten mehr Zinsen, ziehen sie mit ihren Ersparnissen weiter.

Mit Anlagekonto und Geldanlagecenter beim Tagesgeld flexibel bleiben

Ständig vergleichen und das Konto wechseln: Tagesgeldhopping klingt aufwendig, ist es aber nicht. Mit dem CHECK24 Anlagekonto ist ein Kontowechsel mit wenigen Mausklicks vollzogen. Denn das besondere an dem CHECK24 Anlagekonto ist, dass mit diesem Konto verschiedene Tages- und Festgeldkonten verwaltet werden können. Einmal eröffnet, kann es für verschiedene Tages- und Festgeldkonten genutzt werden. Möchte also ein Sparer sein Geld auf ein neues im Tagesgeldvergleich von CHECK24 gelistetes Tagesgeldkonto verschieben, kann er das direkt über das Anlagekonto machen. Denn damit muss er nicht extra ein neues Tagesgeldkonto eröffnen, sondern kann flexibel zwischen verschiedenen Banken wechseln. Ob das gewählte Tagesgeldkonto über das CHECK24 Anlagekonto eröffnet werden kann, können Sparer im Tagesgeldvergleich nachlesen.

In Kombination mit dem CHECK24 Geldanlagecenter können Sparer ihre Geldanlagen und ihr Anlagekonto zentral an einem Ort verwalten. Darüber hinaus lassen sich Ein- und Auszahlungen so in Sekundenschnelle erledigen und Umsätze jederzeit mit nur einem Blick prüfen – das alles bei höchster Sicherheit.

 

Sparerindex abonnieren und immer gut informiert sein

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