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Sparer in der Zwickmühle So retten Sie Ihre Ersparnisse vor Strafzinsen und Inflation

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Für Sparer wird es eng: Die Zinsen sind so niedrig, dass die Ersparnisse von der Inflation aufgefressen werden und jetzt verlangen auch noch immer mehr Banken Strafzinsen auf Guthaben. Um dieser Zwickmühle zu entkommen, braucht es jedoch nur die richtige Strategie.
Sparerindex Dezember 2019

Dank verhältnismäßig niedriger Inflation bleibt der Realzins im November auf dem Niveau des Vormonats.

Jetzt also doch: Die ersten Banken in Deutschland erheben Strafzinsen ab dem ersten Euro. Bei der Volks- und Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck zahlen Neukunden aktuell einen Strafzins in Höhe von -0,5 Prozent der angelegten Summe aufs Tagesgeld – ohne Freibetrag. Sparern, die bei dem Geldinstitut im Westen Münchens ein Girokonto neu eröffnen, berechnet die Bank ab einem Kontostand von gerade einmal 20.000 Euro den gleichen Minuszins. Ähnliches gilt bei der Volks- und Raiffeisenbank Westmünsterland. Beim Tagesgeldkonto „VR FlexGeld“  werden Neukunden seit Anfang Dezember mit einem Negativzins von -0,5 Prozent pro Jahr zur Kasse gebeten. Neukunden, die das Girokonto „VR-Konto-Premium“ eröffnen, zahlen nicht nur eine monatliche Kontoführungsgebühr in Höhe von 14,90 Euro, sondern zusätzlich noch einen jährlichen Strafzins von -0,5 Prozent aufs Guthaben.

Damit scheint der Dammbruch erfolgt zu sein. In der Vergangenheit haben einige deutsche Geldinstitute lediglich von vermögenden Privatkunden mit hohen Guthaben jenseits der 100.000 Euro ein Verwahrentgelt verlangt. Dabei handelte es sich häufig um kleinere regionale Banken. Nach und nach ist die Zahl der Geldhäuser, die von Ihren Kunden einen Strafzins, meist auf Guthaben in sechsstelliger Höhe verlangten, gestiegen. Darunter auch große überregionale Banken. Mit der Comdirect, wo Kunden seit dem ersten Dezember ab einem Guthaben von 250.000 Euro auf dem Girokonto einen Strafzins von -0,5 Prozent der angelegten Summe entrichten müssen, traute sich kürzlich auch die erste Direktbank aus der Deckung.

Aktiv werden und vergleichen

Erst gab es nur wenige Banken, die Strafzinsen verlangten, mittlerweile scheint es schon fast Standard zu sein. Jetzt fallen auch noch die Freibeträge. Diese Entwicklung zeigt: Für Sparer wird die Luft dünner. Zum einen müssen sie fürchten, dass ihre Hausbank künftig ein Verwahrentgelt für ihre Ersparnisse berechnet, zum anderen sind die Zinsen meist niedriger als die Inflation, wodurch ihr Geld an Wert verliert. Wollen Verbraucher beides vermeiden, sollten sie selbst aktiv werden und Angebote vergleichen. Denn mit einem gutverzinsten Tagesgeldkonto, für das keine Strafzinsen anfallen, können Sparer immerhin dem inflationsbedingten Wertverlust ihrer Ersparnisse entgegenwirken.

Der Sparerindex von CHECK24 ermittelt Monat für Monat die beste Rendite, die Sparer über den CHECK24 Tagesgeldvergleich erzielen können in dem er das bestverzinste Tagesgeldkonto der Teuerungsrate gegenüberstellt. Im November konnten Verbraucher mit dem Tagesgeld-Bestzins von 0,60 Prozent abzüglich der Inflation von 1,1 Prozent eine reale Rendite von -0,5 Prozent erzielen. Der Wertverlust durch die Inflation wird so mehr als halbiert. Und das Geld ist jederzeit verfügbar.
 
Die aktuell besten Tagesgeldangebote aus dem CHECK24 Tagesgeldvergleich
Bank Zins p.a. Zinsgarantie Zinsgutschrift Bonus Beispiel: Zins eff. inkl. Bonus**
Ferratum Bank 0,60 % 6 Monate jährlich    
Aegean Baltic Bank 0,46 % Variabler Zinssatz zweiwöchentlich Bis zu 100 €* 0,72 % (25 € Bonus)
Südtiroler Sparkasse 0,40 % 3 Monate jährlich    
* Neukundenbonus über 10 € für einen Anlagebetrag von 5.000 € bis 9.999 €, 25 € für einen Anlagebetrag von 10.000 € bis 49.999 €, 50 € für einen Anlagebetrag von 50.000 € bis 79.999 € und 100 € für einen Anlagebetrag ab 80.000 €, bei einer erstmaligen Anlage über das CHECK24 Anlagekonto – detaillierte Bonusbedingungen siehe CHECK24 Tagesgeldvergleich.     
** Annahme: Erstmalige Anlage in Höhe von 30.000 € bei einer Anlagedauer von 120 Tagen über das CHECK24 Anlagekonto.


Tages- und Festgeld clever kombinieren

Noch besser fahren Verbraucher, wenn sie Tages- und Festgeld kombinieren. Denn für fest angelegtes Geld zahlen die Banken in der Regel mehr Zinsen. Wer einen Teil seiner Ersparnisse auf einem gutverzinsten Tagesgeldkonto parkt, dämmt nicht nur den Wertverlust seines Geldes aufgrund von Inflation ein, sondern bleibt auch flexibel und kann sein Geld ohne zeitlichen Vorlauf abheben. Daher eignet sich ein Tagesgeldkonto auch gut als eiserne Reserve für Notfälle, in denen Sparer schnell über Geld verfügen müssen.

Für den anderen Teil der Ersparnisse sind ein oder mehrere Festgeldkonten geeignet. Hier gibt es höhere Zinsen, aber dafür haben Sparer während der Laufzeit keinen Zugriff auf ihr Geld. Aus diesem Grund sollten sie mehrere Festgeldkonten haben und ihre Ersparnisse gestaffelt anlegen: etwa auf ein Festgeldkonto mit einem Jahr Laufzeit, ein Festgeldkonto mit zwei Jahren Laufzeit und eins mit fünf Jahren Laufzeit. Dank dieser so genannten Treppenstrategie profitieren Verbraucher auf der einen Seite von den höheren Zinsen, auf der anderen Seite bleiben sie flexibel und können ihr Geld umparken, sollten die Zinsen irgendwann wieder steigen.
 
Die aktuell besten Festgeldangebote aus dem CHECK24 Festgeldvergleich
Bank Zins eff. p.a. Laufzeit Bonus Beispiel: Zins eff. inkl. Bonus**
Aegean Baltic Bank 1,24 % 1 Jahr Bis zu 100 €* 1,49 % (25 € Bonus)
Aegean Baltic Bank 1,42 % 2 Jahre Bis zu 100 €* 1,54 % (25 € Bonus)
Rietumu Bank 1,72 % 5 Jahre Bis zu 100 €* 1,77 % (25 € Bonus)
* Neukundenbonus über 10 € für einen Anlagebetrag von 5.000 € bis 9.999 €, 25 € für einen Anlagebetrag von 10.000 € bis 49.999 €, 50 € für einen Anlagebetrag von 50.000 € bis 79.999 € und 100 € für einen Anlagebetrag ab 80.000 €, bei einer erstmaligen Anlage über das CHECK24 Anlagekonto – detaillierte Bonusbedingungen siehe CHECK24 Festgeldvergleich.    
** Annahme: Erstmalige Anlage in Höhe von 10.000 € über das CHECK24 Anlagekonto.


 

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