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CHECK24-Analyse Stromkosten in Bremen deutschlandweit am geringsten

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In Bremen zahlen Verbraucher für Strom am wenigsten, in Brandenburg am meisten. Insgesamt sind die Stromkosten im Osten Deutschlands geringfügig höher als im Westen.
 

Strommast und Leitungen in der Abenddämmerung
Stromkosten in Bremen deutschlandweit am geringsten
In Bremen ist Strom deutschlandweit am günstigsten. Ein Vierpersonenhaushalt mit einem Jahres­verbrauch von 5.000 kWh zahlt dort in der Grundversorgung durchschnittlich 1.376 Euro. Für Verbraucher aus Brandenburg kostet die gleiche Menge Strom 1.707 Euro – 24 Prozent mehr. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, die jährlich im Durchschnitt 1.655 Euro zahlen, ist Strom aus der Grundversorgung vergleichsweise teuer. Ähnlich sieht es in Schleswig-Holstein und Hamburg aus, wo Verbraucher durchschnittlich 1.623 Euro pro Jahr zahlen. Im Bundesdurchschnitt werden 1.526 Euro fällig.
Die Stromkosten sind in Ostdeutschland etwas höher als im Westen der Republik. Im Januar 2018 kosteten 5.000 kWh Strom in den östlichen Bundesländern im Durch­schnitt 1.594 Euro. Damit zahlten sie fünf Prozent mehr als Verbraucher aus dem Westen, die durchschnittlich nur 1.514 Euro ausgaben.
 

Stromkosten seit Juli 2007 um 52 Prozent gestiegen

5.000 kWh Strom aus der Grundversorgung sind zwischen Juli 2007 und Januar 2018 52 Prozent teurer geworden. Im gleichen Zeitraum stieg der Preis bei Alternativanbietern nur um 35 Prozent von 931 Euro auf 1.259 Euro.
 

Stromtarif wechseln und 2018 durch­schnittlich 267 Euro sparen

Der Wechsel aus der teuren Grundversorgung zu einem der zehn günstigsten Alternativanbieter lohnt sich. Im Bundesschnitt reduziert der Anbieterwechsel die Jahresrechnung für Strom um 267 Euro. Am meisten spart aktuell ein Vierpersonenhaushalt in Brandenburg: durchschnittlich 354 Euro. Das geringste Sparpotenzial haben Verbraucher aus Bremen. Die Hanseaten zahlen durch einen Anbieterwechsel im Durchschnitt 193 Euro weniger für Strom.
 

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