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Ökostrom Kosten für Offshore-Windenergie stark gesunken

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Die Kosten für die Stromerzeugung in Offshore-Windparks sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Die Branche, die sich am Mittwoch in Hamburg zu einer Offshore-Windkraft-Konferenz traf, geht davon aus, dass die Kosten auch weiterhin sinken werden, berichtet die Welt.

Die Produktion von Ökostrom in Offshore-Anlagen wird immer günstiger.
Die Stromproduktion in Offshore-Windparks wird immer günstiger.
Noch vor wenigen Jahren war die Energieproduktion in Offshore-Windparks sehr teuer. Doch die verstärkte Industrialisierung und die effizienteren Abläufe bei der Installation der Windparks haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Offshore-Windkraft immer günstiger geworden ist. Hinzu kommt eine bessere Abstimmung bei der Anbindung der Windparks an die Stromnetze. Mittlerweile gelten auch für Offshore-Windkraftanlagen Ausschreibungsverfahren. Das heißt, die Betreiber der Anlagen bekommen keine festgelegten Vergütungen mehr für die Einspeisung von Strom in die Netze.


Schnelle Fortschritte bei Offshore-Technologie

Die Offshore-Technologie entwickelt sich sehr schnell. „Noch bevor die erste unserer schon bestellen Sieben-Megawatt-Anlagen auf dem Meer installiert wurde, nahmen wir sie wieder aus dem Programm und boten stattdessen eine Acht-Megawatt-Anlage an“, berichtet etwa Bent Christensen, Manager der Offshore-Energiesparte von Siemens. Bei der Leistungsfähigkeit der Windkraftanlagen sei das Limit noch lange nicht erreicht, so Christensen weiter.
 

Fast 1.000 Offshore-Windkraftanlagen in Deutschland

Dem Bericht der Welt zufolge waren Ende 2016 947 Offshore-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 4.100 Megawatt in Betrieb. Bis 2020 soll die installierte Leistung auf 7.000 Megawatt steigen, bis 2030 auf 15.000. Wegen der sinkenden Kosten könnte die Bundesregierung die Ausbauziele auch anheben, heißt es in dem Artikel. Denn keine andere erneuerbare Energiequelle liefert in Deutschland eine so konstante Stromleistung wie die Offshore-Windenergie. Eine Entscheidung hierzu werde es jedoch erst nach der Bundestagswahl im September geben.