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Übertragungsnetzbetreiber Ökostrom-Umlage 2018 sinkt minimal auf 6,792 Cent

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Die EEG-Umlage kostet ab Januar 2018 6,792 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Am Montag haben die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50Hertz, Tennet und TransnetBW die Höhe der Ökostrom-Umlage auf ihrer gemeinsamen Webseite Netztransparenz.de bekanntgegeben. Wie bereits der Bundesverband der Erneuerbaren Energien prognostiziert hatte, sinkt die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien damit erstmals seit 2015 wieder, verharrt aber dennoch auf einem hohen Niveau.
 

EEG-Umlage: Privathaushalte zahlen für die Industrie
Die EEG-Umlage 2018 ist nur minimal um 1,3 Prozent gesunken: Ab Januar kostet sie 6,792 Cent pro Kilowattstunde.
Die Ökostrom-Umlage sinkt im kommenden Jahr nur minimal um 1,3 Prozent. Für eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh kostet die EEG-Umlage rechnerisch im kommenden Jahr brutto 5,24 Euro weniger. Insgesamt zahlt sie für die EEG-Umlage 2018 rund 404 Euro – vorausgesetzt, die Stromanbieter geben den günstigeren Preis an die Kunden weiter. Für Singlehaushalte mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.000 kWh bedeutet die neue Höhe eine minimale Entlastung von 2,09 Euro: Sie zahlt im kommenden Jahr rund 162 Euro für die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien.
 

EEG-Umlage beeinflusst den Strompreis

Die Anbieter sind dazu jedoch nicht verpflichtet. Alleine sie müssen die Umlage an die Netzbetreiber für jede verbrauchte Kilowattstunde ihrer Kunden abführen. Da die EEG-Umlage aber nach wie vor einen großen Anteil am Strompreis hat, wird die niedrigere Umlage wohl kaum zu sinkenden Strompreisen führen.
 

Steigende Netzentgelte für 2018 erwartet

Ein Anstieg wird hingegen in vielen Teilen Deutschlands bei den Netzentgelten erwartet, die von den Netzbetreibern für die Nutzung und Betrieb der Stromleitungen erhoben wird. Drei der vier großen deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben bereits eine Preiserhöhung für 2018 angekündigt. Da auch sie mit über 20 Prozent einen großen Anteil an der Zusammensetzung des Strompreises haben, sind steigende Strompreise für 2018 nicht ausgeschlossen.