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Energiewende: Stromimporte aus Frankreich um ein Drittel gestiegen
| mbu
Deutschland hat 2011 mehr Strom aus dem Ausland bezogen als im Vorjahr. Wie der Newsletter Dow Jones Energy Weekly unter Berufung auf Zahlen des Branchenverbandes BDEW berichtet, stiegen die Stromimporte aus Frankreich auf mehr als 20.000 Gigawattstunden. Das ist ein Plus von etwa einem Drittel. Auch aus Polen, Schweden und Dänemark bezog die Bundesrepublik deutlich mehr Strom.

Durch deutsche Leitungen floss 2011 mehr französischer Strom. Die Importe stiegen um ein Drittel.
Gleichzeitig reduzierten sich die deutschen Stromexporte ins Ausland. Die Energiewende und der Atomausstieg sind allerdings nicht der einzige Grund für die Veränderungen. Die Entwicklung zeichnete sich auch schon im Januar und Februar 2011 ab - noch vor dem Atomunfall in Fukushima. Aufgrund der Katastrophe in Japan wurden in Deutschland acht ältere AKWs stillgelegt. Zudem normalisierten sich die Stromflüsse in der zweiten Jahreshälfte wieder. Unterm Strich blieb Deutschland damit Stromexporteur - wenn auch in geringerem Maße als in den Vorjahren.
Während der Kältewelle Anfang 2012, die in den Daten des BDEW nicht mehr abgebildet ist, exportierte Deutschland sogar massiv Strom nach Frankreich. Sogar die Kaltreserve aus alten Kraftwerken musste zusätzlich ans Netz, um das Nachbarland zu versorgen. Die vielen Elektroheizungen, die in Frankreich installiert sind, trieben den Strombedarf auf Rekordhöhe. Generell werde Deutschland 2012 wieder mehr Strom ans Ausland liefern, berichtet Dow Jones unter Berufung auf einen Strommarkt-Experten der französischen Societe Generale.
Die Versorgungslage entspanne sich auch dadurch, dass in der Bundesrepublik 2012 und 2013 mehrere große Kraftwerke neu ans Netz gehen. Zudem liegen die Börsenpreise für Strom in Deutschland derzeit niedriger als in Frankreich. Im Dezember 2011 und Januar 2012 mussten die Versorger an der Leipziger Energiebörse sogar weniger bezahlen als im Februar 2011, kurz vor Fukushima und der Energiewende. Stromkunden spüren davon allerdings wenig: Allein am ersten März erhöhten rund 100 Grundversorger die Strompreise. Grund sind höhere Netzentgelte sowie Entlastungen für Industriebetriebe, die von den übrigen Stromkunden über Abgaben finanziert werden müssen.
Während der Kältewelle Anfang 2012, die in den Daten des BDEW nicht mehr abgebildet ist, exportierte Deutschland sogar massiv Strom nach Frankreich. Sogar die Kaltreserve aus alten Kraftwerken musste zusätzlich ans Netz, um das Nachbarland zu versorgen. Die vielen Elektroheizungen, die in Frankreich installiert sind, trieben den Strombedarf auf Rekordhöhe. Generell werde Deutschland 2012 wieder mehr Strom ans Ausland liefern, berichtet Dow Jones unter Berufung auf einen Strommarkt-Experten der französischen Societe Generale.
Die Versorgungslage entspanne sich auch dadurch, dass in der Bundesrepublik 2012 und 2013 mehrere große Kraftwerke neu ans Netz gehen. Zudem liegen die Börsenpreise für Strom in Deutschland derzeit niedriger als in Frankreich. Im Dezember 2011 und Januar 2012 mussten die Versorger an der Leipziger Energiebörse sogar weniger bezahlen als im Februar 2011, kurz vor Fukushima und der Energiewende. Stromkunden spüren davon allerdings wenig: Allein am ersten März erhöhten rund 100 Grundversorger die Strompreise. Grund sind höhere Netzentgelte sowie Entlastungen für Industriebetriebe, die von den übrigen Stromkunden über Abgaben finanziert werden müssen.
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