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Weniger Atomstrom Ökostrom in Europa auf der Überholspur

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In Deutschland ist der Atomausstieg bereits in vollem Gange. Jetzt zeigen aktuelle Zahlen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), dass auch in Europa die Kernkraft immer mehr an Bedeutung verliert, während der Ökostrom-Anteil am europäischen Strommix weiter ansteigt.
 

AKW-Kuehltuerme
Im europäischen Strommix findet sich immer weniger Atomstrom - der Ökostrom-Anteil steigt weiter an.
Wie die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) am Freitag mitteilte, stieg der Ökostrom-Anteil 2016 um zwei Prozent an und deckte damit den Verbrauch von mehr als 950 Milliarden Kilowattstunden (kWh) ab. Gleichzeitig wurde zwei Prozent weniger Atomstrom produziert – sein Anteil sank auf 800 Milliarden kWh ab.
 

Europas Tendenz beim Ökostrom: steigend

Auch in Zukunft rechnet die AEE mit einem Anstieg beim Ökostrom-Anteil. Denn bereits 2016 kamen neue Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen hinzu und auch in den ersten Monaten dieses Jahres wurde die installierte Leistung neuer Anlagen gesteigert. Allein in Frankreich wurde 2016 rund 46.000 Megawatt (MW) Ökostrom erzeugt – 2.000 MW mehr als im Vorjahr. Zudem will das deutsche Nachbarland bis 2050 bis zu 17 Kernkraftreaktoren stilllegen.
 

Kompletter Atomausstieg: nein, danke

Einen kompletten Atomausstieg wird es in Frankreich hingegen erst einmal nicht geben. Auch in England entsteht mit Hinkley Point C ein neuer Reaktor. Auf diese Weise wollen die Länder paradoxerweise dem Klimaschutz dienen, indem die CO2-Emissionen gesenkt werden.