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E.on, RWE, EnBW, Vattenfall Konzerne fordern mehr Kostensicherheit beim Atomausstieg

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Die vier großen Atomkraftbetreiber in Deutschland, E.on, EnBW, RWE und Vattenfall fordern von der Bundesregierung mehr Kostensicherheit und –transparenz für den Atomausstieg. Dies berichtete das Nachrichtenmagazin Wirtschaftswoche (Wiwo) am Freitag. Die Konzerne fordern einen konkreten Atomvertrag mit der Bundesregierung.
 

Kugelschreiber auf Blatt Papier.
Mit einem eigenen Atomvertrag wollen die vier großen deutschen Energiekonzerne mehr Kosten- und Haftungssicherheit.
In dem Vertrag sollen vor allem Kosten- und Haftungsfragen klar geregelt sein. Zudem wünschen sich die Konzerne eine klare Regelung, wer in welchem Fall in welcher Höhe an dem Fonds beteiligt wird, den die Bundesregierung errichten möchte. Aus dem Atomfonds werden die Zwischenlagerung und Entsorgung des Atommülls nach dem Atomausstieg bezahlt. Einzahler sind die Konzerne selbst sowie der Staat.

Laut Wiwo-Bericht möchte jedes Unternehmen einen eigenen Vertrag mit der Bundesregierung. Ohne Vertrag befürchten die vier Atombetreiber fehlende Rechtssicherheit in Sachen Kostenentwicklung. Zudem könnte eine neue Bundesregierung im kommenden Jahr das Gesetz wieder ändern – die Unternehmen hingegen nicht. Das Nachrichtenmagazin stützt sich dabei auf Angaben aus „Unternehmenskreisen und aus dem Umfeld des Bundeswirtschaftsministeriums“.