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Prominente Klimaleugner

21.08.2019

Während sich Stars wie Leonardo DiCaprio seit Jahren für den Klimaschutz einsetzen, leugnen andere Promis und Politiker die Existenz des Klimawandels. Wir stellen einige Klimaleugner vor: von US-Präsident Donald Trump bis Kabarettist Vince Ebert.

Donald Trump – Klimawandel als Erfindung der Chinesen

Während Trumps Vorgänger Barack Obama sich für den Klimaschutz stark machte und die USA zu einem der Vorreiter in Sachen Kampf gegen den globalen Klimawandel machte, sieht Donald Trump den Klimaschutz und den Weltklimavertrag als Bedrohung für die US-Wirtschaft. Mit dem Austritt aus dem Weltklimavertrag machte er ein Versprechen an seine Wähler wahr. Schon vor seinem Amtsantritt machte Trump mit Tweets gegen den Klimaschutz Stimmung. Trump ist wohl der bekannteste Klimaleugner. Er behauptete auch, dass die globale Erwärmung nur eine Erfindung der Chinesen wäre, um die amerikanische Wirtschaft zu schwächen.

Klima leugnen für den Wählerfang

In puncto Klimawandel sind sich die Republikaner im Weißen Haus einig, so sagte zum Bespiel Jeff Duncan zu Obamas Klimapolitik: "Ich wünschte mir, der Präsident würde die Bedrohung durch 'radikale Dschihadisten' genauso ernst nehmen wie die 'pseudowissenschaftliche Gefahr' durch den Klimawandel."
Trumps Vizepräsident Mike Pence verneinte schon als Kongressmitglied (2001 bis 2013) jeglichen Zusammenhang zwischen CO2-Emissionen und dem Treibhauseffekt. Seiner Meinung nach handelt es sich bei der Klimaerwärmung um eine nicht bestätigte Theorie. Gegen wissenschaftliche Erkenntnisse scheint der US-Vizepräsident generell immun zu sein: Als Kreationist verleugnet er die Evolution.
Dabei trifft die republikanische Partei den Nerv ihrer Wählerschaft. Laut einer Untersuchung der Yale Universität wurden Trump-Anhänger unter anderem zur Wichtigkeit des Klimawandels bzw. -schutzes befragt. Dabei empfanden nur 18 Prozent das Thema als besonders wichtig. Gegen den Austritt aus dem Weltklimavertrag hatten sich jedoch sogar die meisten Anhänger Trumps ausgesprochen - darunter seine Tochter und sein Schwiegersohn.

Trump selbst ist unmittelbar vom Klimawandel betroffen: Der Golfplatz, den der Präsidentschaftskandidat 2014 erworben hat, liegt direkt an der Küste. Durch schwere Unwetter stürzten nun Teile des Geländes ins Meer. Um weitere Erosionen zu verhindern, möchte Trump dem amerikanischen Politblog „Politico“ zufolge nun einen Schutzwall errichten. Demnach werden die Erosionen im Bauantrag als unausweichliche Folgen des Klimawandels genannt, um die Genehmigung zu erhalten. Bisher haben sich weder Trump selbst noch seine Sprecher zu diesen Vorgängen geäußert.

Die AfD – CO2 gegen den Welthunger

Als die AfD (Alternative für Deutschland) 2013 gegründet wurde, betonte der damalige Parteivorsitzende Bernd Lucke, dass sich die Partei an der Wissenschaft orientiert. Bei einem Blick in das Grundsatzprogramm (Stand: Juni 2016) lässt sich diese Aussage aber nur schwerlich stützen. So sei Kohlendioxid „kein Schadstoff, sondern unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens“. Der Abschnitt des Parteiprogramms über Klimapolitik liest sich wie eine Imagekampagne für CO2. Demnach möchte die AfD „die Wahrnehmung des CO2 nur als Schadstoff beenden.“ Für die AfD ist Kohlendioxid sogar die Lösung für den Welthunger, da es ihrer Meinung nach das Pflanzenwachstum anregt.

 

Dekarbonisierung als Freiheitsberaubung

Die Dekarbonisierung empfindet die Partei als Eingriff in die persönliche Freiheit und befürchtet, dass es zu einer Schwächung der Wirtschaft führt. Zudem behauptet die AfD, die Energiewende würde die Stromversorgung destabilisieren, obwohl die Versorgungssicherheit trotz hoher Ökostromeinspeisung so stabil ist wie noch nie.
Auch sämtliche Dämm-Mythen führt die „Wissenschaftspartei“ ins Feld. Dämmen würde mehr Schaden als Nutzen anrichten. Zudem würden denkmalgeschützte Gebäude durch die Wärmedämmung zerstört. Dabei hat die Partei wohl nicht bedacht, dass ein Haus, das unter Denkmalschutz steht gar nicht von außen gedämmt werden darf.
Statt dem Atomausstieg fordert die AfD eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und will in die weitere Erforschung der Kernenergie investieren. Auch die umstrittene Fracking-Methode möchte die Partei in Deutschland einsetzen.

Frauke Petry, ehemalige Parteisprecherin der AfD.
© Olaf Kosinsky/Skillshare.eu

Xavier Naidoo

Schon öfter wurden Aussagen des Sängers kontrovers diskutiert. Auch mit seiner Meinung zum Thema Umweltverschmutzung hat Xavier Naidoo für Aufsehen gesorgt. In einem Interview mit dem „Musikexpress“ sagte er bereits im Jahr 1999: „Der Wald stirbt nicht an meinem Benz oder an deinem Benz. Wir können uns doch nicht herausnehmen zu sagen, dass wir die Erde kaputt machen. Das wird nicht passieren. Die Erde wäre so oder so in diesem Zustand, weil wir in diesem Zustand sind.“ Von dieser Aussage hat er sich nie distanziert.

EIKE – Umweltschutz: Ja! Klimaschutz: Nein

Das „Europäische Institut für Klima und Energie“ (EIKE) hat den Slogan: „Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit!“. EIKE wurde 2007 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren und Politikern. Sie verneinen, dass der Klimawandel durch den Menschen verursacht wird. Klimapolitik ist für EIKE eine Bevormundung der Gesellschaft und ein vorgeschobener Grund für Abgaben.

EIKE verleugnet zwar die Erderwärmung inklusive Gletscherschmelze, spricht aber gleichzeitig davon, dass es gerade genauso wenig Eis gibt wie in den sehr warmen 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Des Weiteren spricht das „Institut“ von einer stetigen Zunahme an Schnee und Eis in der Antarktis. So ganz einig sind sich die Wissenschaftler scheinbar nicht. Klimapolitik verbrämen sie als „Politik der Angst“, Klimaschutz als ideologischen und wissenschaftlich sinnlosen Begriff.


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