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Prominente Klimaskeptiker

Während sich Stars wie Leonardo DiCaprio seit Jahren für den Klimaschutz einsetzen, leugnen andere Promis und Politiker die Existenz des Klimawandels. Wir stellen einige Klimaleugner vor: von US-Präsident Donald Trump bis Kabarettist Vince Ebert.

Donald Trump – Klimawandel als Erfindung der Chinesen

Es ist meine Aufgabe als Präsident, alles in meiner Macht stehende zu tun, um für Amerika faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, twitterte US-Präsident Donald Trump, nachdem er angekündigt hatte, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten.

#AmericaFirst

Donald Trump

Donald Trump
© Michael Vadon

Während Trumps Vorgänger Barack Obama sich für den Klimaschutz stark machte und die USA zu einem der Vorreiter in Sachen Kampf gegen den globalen Klimawandel machte, sieht Donald Trump den Klimaschutz und den Weltklimavertrag als Bedrohung für die US-Wirtschaft. Mit dem Austritt aus dem Weltklimavertrag macht er ein Versprechen an seine Wähler wahr. Schon vor seinem Amtsantritt machte Trump mit Tweets gegen den Klimaschutz Stimmung: „Es schneit und ist eisig kalt in New York. Was verdammt nochmal ist eigentlich aus der Klimaerwärmung geworden?“ , twitterte er beispielsweise 2013. Trump ist wohl der bekannteste Klimaskeptiker. Er behauptete auch, dass die globale Erwärmung nur eine Erfindung der Chinesen wäre, um die amerikanische Wirtschaft zu schwächen.

Klimaskepsis für den Wählerfang

In puncto Klimawandel sind sich die Republikaner im Weißen Haus einig, so sagte zum Bespiel Jeff Duncan zu Obamas Klimapolitik: "Ich wünschte mir, der Präsident würde die Bedrohung durch 'radikale Dschihadisten' genauso ernst nehmen wie die 'pseudowissenschaftliche Gefahr' durch den Klimawandel."
Trumps Vizepräsident Mike Pence verneinte schon als Kongressmitglied (2001 bis 2013) jeglichen Zusammenhang zwischen CO2-Emissionen und dem Treibhauseffekt. Seiner Meinung nach handelt es sich bei der Klimaerwärmung um eine nicht bestätigte Theorie. Gegen wissenschaftliche Erkenntnisse scheint der US-Vizepräsident generell immun zu sein: Als Kreationist verleugnet er die Evolution.
Dabei trifft die republikanische Partei den Nerv ihrer Wählerschaft. Laut einer Untersuchung der Yale Universität wurden Trump-Anhänger unter anderem zur Wichtigkeit des Klimawandels bzw. -schutzes befragt. Dabei empfanden nur 18 Prozent das Thema als besonders wichtig. Gegen den Austritt aus dem Weltklimavertrag hatten sich jedoch sogar die meisten Anhänger Trumps ausgesprochen - darunter seine Tochter und sein Schwiegersohn. 

Trump selbst ist unmittelbar vom Klimawandel betroffen: Der Golfplatz, den der Präsidentschaftskandidat 2014 erworben hat, liegt direkt an der Küste. Durch schwere Unwetter stürzten nun Teile des Geländes ins Meer. Um weitere Erosionen zu verhindern, möchte Trump dem amerikanischen Politblog „Politico“ zufolge nun einen Schutzwall errichten. Demnach werden die Erosionen im Bauantrag als unausweichliche Folgen des Klimawandels genannt, um die Genehmigung zu erhalten. Bisher haben sich weder Trump selbst noch seine Sprecher zu diesen Vorgängen geäußert.

Sarah Palin – Öl statt Eisbären

Sarah PalinSarah Palin
© Gage Skidmore

Die republikanische Ex-Gouverneurin Sarah Palin würde unter Trump gerne Energieministerin werden, sagte sie gegenüber dem Nachrichtensender CNN. Absurderweise würde sie dann als eine ihrer ersten Amtshandlungen das Energieministerium abschaffen, erklärte sie weiter.
Schon als Gouverneurin von Alaska und als Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin hat sich Palin zu zweifelhaften Aussagen in puncto Energie hinreißen lassen. Sie zweifelt den menschengemachten Klimawandel an und sagte anlässlich des internationalen Klimagipfels 2010: „Wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass menschliche Aktivitäten Klimaveränderungen verursachen." Sie befürchtete damals, dass die Reduzierung von CO2-Emissionen vor allem Arbeitsplätze in der Ölindustrie kostet. Um die Ölbranche war sie sogar so besorgt, dass sie Eisbären von der Liste der bedrohten Tierarten nehmen wollte. Laut Palin behindern sie die Erschließung neuer Öl- und Gasfelder.

Die AfD – CO2 gegen den Welthunger

Frauke Petry, ehemalige Parteisprecherin der AfD.
© Olaf Kosinsky

Als die AfD (Alternative für Deutschland) 2013 gegründet wurde, betonte der damalige Parteivorsitzende Bernd Lucke, dass sich die Partei an der Wissenschaft orientiert. Bei einem Blick in das Grundsatzprogramm (Stand: Juni 2016) lässt sich diese Aussage aber nur schwerlich stützen. So sei Kohlendioxid „kein Schadstoff, sondern unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens“. Der Abschnitt des Parteiprogramms über Klimapolitik  liest sich wie eine Imagekampagne für CO2. Demnach möchte die AfD „die Wahrnehmung des CO2 nur als Schadstoff beenden.“ Für die AfD ist Kohlendioxid sogar die Lösung für den Welthunger, da es ihrer Meinung nach das Pflanzenwachstum anregt.

Dekarbonisierung als Freiheitsberaubung

Die Dekarbonisierung empfindet die Partei als Eingriff in die persönliche Freiheit und befürchtet, dass es zu einer Schwächung der Wirtschaft führt. Zudem behauptet die AfD, die Energiewende würde die Stromversorgung destabilisieren, obwohl die Versorgungssicherheit trotz hoher Ökostromeinspeisung so stabil ist wie noch nie.
Auch sämtliche Dämm-Mythen führt die „Wissenschaftspartei“ ins Feld. Dämmen würde mehr Schaden als Nutzen anrichten. Zudem würden denkmalgeschützte Gebäude durch die Wärmedämmung zerstört. Dabei hat die Partei wohl nicht bedacht, dass ein Haus, das unter Denkmalschutz steht gar nicht von außen gedämmt werden darf.
Statt dem Atomausstieg fordert die AfD eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und will in die weitere Erforschung der Kernenergie investieren. Auch die umstrittene Fracking-Methode möchte die Partei in Deutschland einsetzen.

Theresa May – Exit aus dem Klimaschutz

Theresa MayTheresa May
©UK Home Office

Großbritanniens Premierministerin Theresa May krempelte die britische Regierung nach dem Brexit-Votum um und schaffte das Ministerium für Energie und Klimawandel ab. Das Ministerium wurde erst 2008 unter Gordon Brown gegründet. Dass es künftig kein eigenes Ministerium für Klimaschutz geben soll, löste nicht nur unter Umweltgruppen heftige Kritik aus. Craig Bennet von der Umweltvereinigung Friends of the Earth zeigte sich bestürzt, er warf May vor, den Klimaschutz zur Nebensache zu machen. Ed Davey, der von 2012 bis 2015 das Klima-Ministerium leitete, sieht die Entwicklung als klaren Rückschlag für die britische Klimapolitik.

Falsches Signal für die Zukunft

Für Client Earth, eine Vereinigung von Umweltanwälten, setzt die Abschaffung ein völlig falsches Signal. Eine Zukunft mit sauberer, sicherer Energie werde damit unterbunden, sagte der Client-Earth-Vorsitzende James Thornton. Erst 2015 hatte der Anwaltsverband die Regierung Camerons wegen unzureichender Maßnahmen gegen die anhaltende Luftverschmutzung angezeigt und vor Gericht Recht bekommen. Unter May baut der französische Stromkonzern EDF nun auch ein neues Atomkraftwerk an der Westküste Englands. Hinkley Point C soll 18 Milliarden Pfund kosten und 2025 ans Netz gehen. Das Bauprojekt ist höchst umstritten, da sich EDF in einer prekären finanziellen Lage befindet. Kritiker befürchten, dass der Konzern aufgrund der hohen Neubaukosten Gelder in bereits bestehenden Atommeilern in Frankreich streicht. Dadurch könnte die nukleare Sicherheit gefährdet werden. Und natürlich widerspricht der Reaktorbau dem Ausstieg aus dem atomaren Zeitalter.
Energiethemen sollen in Zukunft im neuen Ministerium für Unternehmen, Energie und Industrie-Strategien behandelt werden. Der zukünftige Ressortchef wird der Wirtschaftswissenschaftler Greg Clark. Er gilt als grüner Konservativer, der bereits betonte, ihm gehe es vor allem um „bezahlbare und saubere Energie“. Das lässt so manchen Klimaschützer hoffen.

EIKE – Umweltschutz: Ja! Klimaschutz: Nein

Das „Europäische Institut für Klima und Energie“ (EIKE) hat den Slogan: „Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit!“. EIKE wurde 2007 gegründet und ist ein Zusammenschluss von Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren und Politikern. Sie verneinen, dass der Klimawandel durch den Menschen verursacht wird. Klimapolitik ist für EIKE eine Bevormundung der Gesellschaft und ein vorgeschobener Grund für Abgaben.

EIKE verleugnet zwar die Erderwärmung inklusive Gletscherschmelze, spricht aber gleichzeitig davon, dass es gerade genauso wenig Eis gibt wie in den sehr warmen 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Des Weiteren spricht das „Institut“ von einer stetigen Zunahme an Schnee und Eis in der Antarktis. So ganz einig sind sich die Wissenschaftler scheinbar nicht. Klimapolitik verbrämen sie als „Politik der Angst“, Klimaschutz als ideologischen und wissenschaftlich sinnlosen Begriff.

Vince Ebert – Klimaforschung als ideologische Zahlenjonglage

Vince Ebert
© Frank Eidel

Vince Ebert ist eigentlich Physiker und hat sich 1998 dazu entschieden, Kabarettist und Publizist zu werden. In seine Programme bringt er seine Erfahrungen als Wissenschaftler ein und macht sich über einige Forschungsrichtungen, wie etwa über die Klimaforschung, lustig. Er bezeichnet die Klimaforschung als reine „Zahlenjonglage“ und behauptet, dass die weltweiten Temperaturen sinken anstatt zu steigen. Die Zahlen würden lediglich den gewünschten Ergebnissen angepasst.
In einem Blogbeitrag der Webseite „Die Achse des Guten“ vergleicht er die Klimapolitik mit den freiheitsbeschränkenden Ideologien des Kommunismus und Nationalsozialismus. Grundsätzlich gehe es in der Klimapolitik nicht um das Klima, sondern um Macht, mit der man „die freie und spontane Entwicklung der Menschheit durch eine zentralistische Art der Planung der ganzen Welt ersetzen will“. Um dieses Ziel zu erreichen würden weltweit Klimaforscher instrumentalisiert.

Nachhaltigkeit ist Voodoo

Das Konzept der Nachhaltigkeit ist Eberts Meinung nach eine „Voodoo-Wissenschaft“ oder „Fake“. Für ihn sei es nicht sinnvoll, nachhaltig zu leben, weil man ohnehin nichts über für zukünftige Generationen und ihre Bedürfnisse wüsste. Hier zieht er den Vergleich: „Vor 150 Jahren war man sich in der Fachwelt einig, das größte Zukunftsproblem in Großstädten werde der Pferdemist sein.“ Insgesamt sei der Trend zur Nachhaltigkeit nur ein Marketinginstrument, um Menschen möglichst viele Bioprodukte unterzujubeln.

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