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Simon Schmitz von aWATTar:
Der Stromtarif der Zukunft ist variabel

25.05.2021
Simon Schmitz
Simon Schmitz, CEO aWATTar

CHECK24: Wie funktioniert aWATTar?

Simon Schmitz: Sehr einfach! Wir verrechnen statt einem Fixpreis pro Kilowattstunde einen Preis, der pro Stunde variiert. Diese Preise werden jeweils am Vortag für alle Stunden des Folgetages anhand der Ergebnisse an der Strombörse festgelegt und kommuniziert. Weil es prinzipiell so ist, dass bei viel Wind und Sonne der Preis günstiger ist, kann man also durch eine Steigerung seines Grünstromanteils in Echtzeit auch Geld sparen, wenn man den Verbrauch in die günstigen Stunden verlagert. 

CHECK24: Was ist die Zielgruppe von aWATTar?

Simon Schmitz: Unsere Zielgruppe sind vor allem Verbraucher mit größeren Verbräuchen, die sich flexibel einsetzen lassen, wie z.B. Besitzer von Elektroautos oder Wärmepumpen. Aber auch Waschmaschinen oder Geschirrspüler lassen sich flexibel einstellen und selbst wenn man nicht so viel spart, kann man damit trotzdem einen sinnvollen Beitrag zur Energiewende leisten.

CHECK24: Braucht man als Kunde von aWATTar einen Smart Meter?

Simon Schmitz: Ja, ein Smart Meter ist Voraussetzung, weil wir ja den Stromverbrauch stündlich abrechnen und dafür auch mindestens stündliche Verbrauchsdaten benötigen.    

CHECK24: Was ist der Unterschied zwischen Ihrem Hourly und Hourly-Cap Tarif?

Simon Schmitz: HOURLY gibt den Börsenpreis 1:1 wider, so dass z.B. auch negative Strompreise verrechnet werden, wenn wirklich sehr viel Angebot aus Wind und Sonne vorhanden ist. HOURLY-CAP ist für all die Kunden, die sich Gedanken darüber machen, was passiert, wenn der Börsenpreis mal wirklich in die Höhe schnellt. Das kann im Winter bei besonders kalten Temperaturen passieren, aber auch z.B. wenn aus anderen Gründen mal das Angebot fehlt (z.B. kann es in Extremsituationen auch im Sommer passieren, wenn die Flüsse ausgetrocknet sind und einige Kraftwerke nicht mehr per Schiff beliefert werden können). Um diesen Extremsituationen vorzubeugen, bietet HOURLY-CAP einen Preisdeckel, der auf ein Kalenderjahr fixiert ist. Belohnt wird man aber trotzdem, wenn man den Verbrauch in die günstigen Stunden des Tages verlegt: bei HOURLY-CAP wird die Differenz zum Durchschnittspreis, den ein "normaler" Haushalt an diesem Tag anhand der HOURLY-Preise erzielt hätte, vom Preisdeckel abgezogen (SYNC-Bonus). Das Ergebnis ist der tatsächlich für diesen Tag verrechnete Preis.

CHECK24: „Kosten sparen und gleichzeitig Teil der Grünstrombewegung sein. Das geht nur mit aWATTar.“  Warum ist das nur mit aWATTar möglich?

Simon Schmitz: Es gibt mittlerweile erste "Nachahmer", aber wir sehen uns weiterhin als die Pioniere in diesem Bereich. Wer bei uns Kunde wird, nimmt an dieser Pionierbewegung teil, wobei sich "Bewegung" eben auch darauf bezieht, dass Verbräuche real in die Stunden mit viel erneuerbarer Einspeisung verlagert werden. Es "bewegt" sich also wirklich etwas in dieser Bewegung und der Vorteil entsteht nicht nur auf dem Papier. 

CHECK24: Was verstehen Sie unter Ihrem Werbeslogan „energy in sync with nature“?

Simon Schmitz: Die Botschaft ist die, dass es uns allen Vorteile bringt, unseren Energieverbrauch in Einklang mit der Natur zu bringen. Das hat auch etwas mit Achtsamkeit zu tun. Es ist oft nicht viel Aufwand nötig, um der "Natur zuzuhören", sich ein wenig nach ihr zu richten, auf sie Acht zu geben. Das zentrale Steuerungselement ist zwar auch bei uns der Energie-Preis, aber der ist nun mal realistischerweise das beste Instrument, um die Aufmerksamkeit der Menschen zu bekommen. Der Strommarkt mit seiner täglichen Auktion, wo das Wetter und die Wind- und Solarenergie berücksichtigt werden, bietet in dem Sinne eine fantastische Möglichkeit, die Brücke zur Natur zu bauen.  

CHECK24: Was hat aWATTar anderen Startups wie Tibber oder Lition voraus?

Simon Schmitz: Ich glaube wir legen mehr den Fokus auf den tatsächlichen Effekt für die Energiewende, wohingegen bei anderen vielleicht die finanzielle Einsparung und die automatisierte Steuerung von Hardware-Komponenten mehr im Vordergrund steht. Wir versuchen auch beim Thema Smart Metering die Kunden mehr zu unterstützen, so haben wir z.B. mit Messstellenbetreibern spezielle Konditionen für intelligente Stromzähler ausgehandelt, und diese können dann zu diesen Konditionen direkt über uns bestellt werden. 

CHECK24: Welche Rolle spielt Klimaschutz für Ihr Unternehmen?

Simon Schmitz: Klimaschutz ist im Endeffekt einer der zentralen Treiber unserer Motivation. Wir konzentrieren uns zwar nicht darauf, möglichst effizient Solar- oder Windkraftwerke zu bauen, das können andere besser. Wir haben selbst einen sehr geringen direkten CO2-Fussabdruck, weil wir ja nur vom Büro (oder seit Längerem auch von zu Hause!) arbeiten. Wir wollen aber unseren Beitrag dazu leisten, dass möglichst viel Wind- und Solarstrom ins Netz passt, und keiner so leicht das Argument verwenden kann es wäre ja schon zu viel da und wir könnten es nicht mehr alles speichern. Der Energiewende diese Grenzen zu nehmen, das ist unser Ziel. Die neuen Klima-Ziele der Bundesregierung zeigen auch, dass noch viel mehr getan werden muss, auch und gerade bei erneuerbarem Strom, bei Solar und Wind.

CHECK24: Was ist aWATTars Vision für die nächsten 10 Jahre?

Simon Schmitz: Wir glauben, dass es in 10 Jahren selbstverständlich sein wird, einen variablen Stromtarif zu haben. Wir wollen uns so weiterentwickeln, dass wir in diesem Markt weiterhin eine führende, kundenorientierte Rolle spielen. Es wird sehr wahrscheinlich weitere dynamische Komponenten des Strompreises geben und auch die Netzbetreiber müssen dies in Zukunft stärker unterstützen. Wir wollen natürlich auch in dem Bereich, automatisierte Lösungen anzubieten, um den Stromverbrauch in die richtigen Zeiten zu verlagern, mitspielen. Hier wird es vor allem darauf ankommen, dass Geräte unterschiedlichster Hersteller eingebunden werden können und auch die lokalen Faktoren wie z.B. die eigene PV-Einspeisung nahtlos in der Optimierung berücksichtigt werden.

CHECK24: Wird aWATTar in Zukunft auch bei Vergleichsportalen zu finden sein?

Simon Schmitz: Wir hoffen ja! Vor allem wenn es einmal einen Vergleich von Spotpreis-basierten Tarifen gäbe, wo z.B. nur der Grundpreis pro Jahr und ggf. ein Aufschlag auf die Kilowattstunde (bei uns = 0!) verglichen werden. Wir werden perspektivisch aber auch HOURLY-CAP in die Stromvergleichsrechner einführen, allerdings wird dann hier nur der Preisdeckel angegeben und nicht die mögliche Einsparung durch den SYNC-Bonus. Diese kann ja nicht im Vorhinein berechnet werden, weil sie vom Erfolg der Verbrauchsverlagerung bei den Kunden abhängt.

CHECK24: Wie kam es zum Firmennamen? Wurden Sie von Avatar inspiriert?

Simon Schmitz: Ja, in der Tat! Die Geschichte des Eingeborenen-Stamms der navì hat uns fasziniert. Sie setzen sich durch die Vernetzung aller lebenden Wesen mit der Natur erfolgreich denjenigen zur Wehr, die die Natur ausbeuten wollen. Die Botschaft, dass wir uns besser mit der Natur vernetzen, mehr auf sie acht geben müssen, um sie zu retten, das hat irgendwie den Grund unserer Motivation getroffen. Als uns dann klar wurde, dass man das VAT durch WATT ersetzen kann, und die Web-Domänen für AWATTAR noch verfügbar waren, war die Sache dann klar... 

CHECK24: Was ist Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung für ein Energie Startup?

Simon Schmitz: Es ist zweifellos die Herausforderung, im extrem harten Wettkampf um die Akquisition neuer Kunden zu bestehen. Hier wird von vielen großen und finanzstarken Firmen mit extrem hohen Neukundenboni der Markt verteidigt und in gewisser Weise die Trägheit der Kunden, die dann doch nicht jedes Jahr wechseln, ausgenutzt. Um das aufzubrechen braucht es natürlich echte Preis- und Servicevorteile, aber auch viel gute Kommunikation, eine überzeugende Geschichte dazu, warum man mehr als nur einen echt guten Preis liefert. 

CHECK24: Herr Schmitz, vielen Dank für das interessante Interview!


CHECK24 Energieexpertin Jenny Harms Jenny Harms
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