Sie sind hier:

Ölpreis Opec einigt sich auf Höchstfördermenge für Erdöl

|

Die Organisation erdölfördernder Länder (Opec) hat sich bei einem informellen Treffen in Algier auf eine Begrenzung der Ölförderung geeinigt. Die Staaten wollen so einen längerfristigen Anstieg der Ölpreise herbeiführen.

Steigt bald der Ölpreis?
Die Opec hofft auf steigende Ölpreise.
Die Opec-Staaten hätten sich im Rahmen einer Energie-Konferenz in Algier auf eine tägliche Höchstfördermenge von 32,5 Millionen Barrel geeinigt, berichteten mehrere Teilnehmer der Konferenz. Dies wäre eine Absenkung der Produktion um fast 750.000 Barrel im Vergleich zum August und die erste derartige Einigung seit acht Jahren.


Überangebot an Erdöl auf dem Weltmarkt

Lange hatten sich die Opec-Staaten gegen eine Begrenzung der Fördermenge gewehrt. Man wollte gegenüber den USA nicht einknicken, die mittels Fracking immer mehr Öl auf den Weltmarkt pumpen und so zu einem starken Konkurrenten für die Opec wurden. Auch der Iran produziert seit der Aufhebung der Sanktionen immer mehr Öl, um wieder das Förderniveau der Zeit vor den Sanktionen zu erreichen. Saudi-Arabien hatte sich lange gegen Ausnahmen für Iran ausgesprochen, dem jetzt jedoch offenbar zugestimmt.
 

Fallender Ölpreis seit 2014

Mittlerweile leiden auch reiche Staaten wie Saudi-Arabien unter dem anhaltenden Ölpreisverfall. Das Überangebot auf dem Ölmarkt hat seit Mitte 2014 zu einem Absinken des Ölpreises geführt. Eine Begrenzung der Fördermenge soll nun das Angebot verknappen und langfristig die Preise erhöhen. Die Nachricht von der möglichen Einigung der Opec-Staaten haben bereits zu einem kurzfristigen Anstieg der Ölpreise geführt: Auf dem Terminmarkt kostet ein Barrel der Nordseesorte Brent für eine Lieferung im November 48,96 US-Dollar – ein Anstieg um 6,5 Prozent. Der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) ist um 6,13 Prozent auf 47,41 Dollar pro Barrel gestiegen.


Auch Nicht-Opec-Länder sollen Fördermenge begrenzen

Offiziell hat die Opec die Höchstfördermenge noch nicht bestätigt. Das nächste reguläre Treffen der Opec-Staaten findet im November statt. Dann sollen die genauen Fördermengen der einzelnen Länder bestimmt werden. Auch Russland und andere Nicht-Opec-Staaten sollen dann dazu aufgefordert werden, ihre Förderung zu drosseln.
 

Heizölpreise könnten steigen

Verbraucher, die ihre Heizölbestände auffüllen wollen, sollten dies baldmöglichst tun. Denn anders als Förderländer und –unternehmen können sie von den niedrigen Ölpreisen profitieren. Denn auch die Heizölpreise sowie die Kosten für Benzin sind derzeit im Keller.

Weitere Nachrichten über Energie

17.03.2020 | Coronavirus
Energieanbieter verweisen auf Online-Service
Viele Energieanbieter schließen angesichts des Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus die Kundenberatungszentren oder verkürzen die Öffnungszeiten. Kunden sollen auf den Online-Service zurückgreifen.
10.03.2020 | Energiemarkt
Energiebranche ist bereit für Coronavirus Sars-CoV-2
Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus zieht Folgen für die deutsche Energiewirtschaft nach sich. Es wird versucht, die Ansteckungsrisiken für Stakeholder, Geschäftspartner und Mitarbeiter zu minimieren. Veranstaltungen werden abgesagt und ein Geschäftsreiseverbot für Risikogebiete wurde ausgesprochen.
21.02.2020 | Vergleichsportale
Stiftung Warentest rät von Verivox ab
Stiftung Warentest warnt vor dem Vergleichsportal Verivox. Im Gegensatz zu CHECK24 werden hier nicht zwangsläufig die günstigsten Tarife angezeigt. Zudem empfiehlt Verivox, im Unterschied zu Stiftung Warentest und CHECK24, Tarife mit einer Laufzeit von 24 Monaten.
20.01.2020 | Energiewende
CO2-Einsparung durch E-Mobilität reicht nicht
Die CO2-Einsparung im Verkehrssektor kann nur mit der Entwicklung neuer Treibstoffe gelingen, denn der Ausbau der E-Mobilität reicht nicht, wie eine neue Analyse zeigt.
06.12.2019 | Vergleichsportale
DtGV kürt CHECK24 zum besten Energievergleichsportal
Der Energievergleich von CHECK24 wurde in einem Test der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien zum Gesamtsieger gekürt. Untersucht wurden unter anderem die Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Kundendienst.