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Energiemarkt Chinesisches Dumping im Photovoltaikbereich und seine Folgen

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Am 3. September laufen voraussichtlich die Schutzmaßnahmen der Europäischen Kommission gegen den Import von Solarmodulen aus China aus. Dies kann weitreichende sowohl negative als auch positive Konsequenzen nach sich ziehen. 

Photovoltaikanlagen, in denen Sonnenlicht reflektiert wird
Billige chinesische Photovoltaikanlagen könnten den europäischen Markt schlagartig einnehmen.
Bisher war der europäische Markt im Photovoltaikbereich durch Schutzzölle und Mindestimportpreise weitestgehend davor geschützt, dass billige Solarmodule aus China den Markt überschwemmten und europäische Hersteller von ihrem Platz verdrängten. Doch trotz einer Forderung der Vereinigung der europäischen Modulhersteller, die Notwendigkeit dieser Maßnahmen nochmals zu überprüfen, wird die Europäische Kommission am 3. September wahrscheinlich ein Ende der Antidumpingmaßnahmen beschließen. Dies wird dazu führen, dass Module mit einer Leistung von 30 Gigawatt, die derzeit in China gelagert werden und wegen wirksamer Schutzmaßnahmen nicht in die USA oder nach Indien exportiert werden können, den europäischen Markt schlagartig einnehmen werden. Und obwohl die Marktpreise die Mindestimportpreise inzwischen sogar überstiegen haben, werden schnell billige chinesische Alternativen auf dem Markt erscheinen, die die Nachfragekapazität in Europa nach Solaranlagen weit übersteigen werden.

Freude und Kritik bezüglich der Abschaffung der Antidumpingmaßnahmen

Freude über diese neue Entwicklung dürfte bei Planern und Investoren von Photovoltaikanlagen bestehen, die die Antidumpingmaßnahmen als Grund für den zu langsam ablaufenden Ausbau von Solaranlagen in Europa sehen. Europäische Hersteller von Solarmodulen und die Herstellervereinigung EU Pro Sun sehen allerdings die Probleme, die das nach sich ziehen wird: Stark sinkende Modulpreise und die fehlende Flächenkapazität, um all die neuen Module zu montieren.

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