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EEG-Ausnahmen Deutliche Entlastung für energieintensive Industriebetriebe

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Insgesamt 717 stromintensive Unternehmen aus bestimmten Industriebranchen, wie Chemie- oder Aluminium-Industrie, werden in diesem Jahr bei der Zahlung der EEG-Umlage entlastet. Wie aus einer aktuellen Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervorgeht, die der Bundestag Anfang der Woche veröffentlicht hat, hatten insgesamt 775 Betriebe einen Antrag auf den EEG-Rabatt gestellt – 58 Anträge wurden abgelehnt.

Können Industrieanlagen bald CO2-Zertifikate zum Schnäppchenpreis erwerben.
Energieintensive Unternehmen erhalten EEG-Rabatte.
Beträgt der Anteil der Energiekosten eines Unternehmens aus einer der begünstigten Industriebranchen im Vergleich zu den Produktionskosten mehr als 17 Prozent, können diese von der Besonderen Ausgleichsregelung bei der Zahlung der EEG-Umlage profitieren. Sie zahlen nur noch einen Bruchteil der Summe, die alle weiteren Stromverbraucher – also auch Privathaushalte – zahlen müssen.
 

Steigende EEG-Kosten für Stromkunden

Die finanzielle Entlastung dieser stromintensiven Betriebe steigt jährlich an. Während die begünstigten Unternehmen 2014 insgesamt 3,3 Milliarden Euro weniger zahlen mussten, stieg die Entlastung schon 2015 auf 3,4 Milliarden Euro an. Diese Summen müssen jeweils die restlichen Stromverbraucher mittragen, da die Industrieentlastungen bei der Berechnung der EEG-Umlage berücksichtigt werden.
 

Weitere Rabatte für die Industrie

Nicht nur bei der Zahlung der EEG-Umlage profitieren einzelne Industrieunternehmen. Für selbst erzeugten Strom, den die Unternehmen verbrauchen, fällt überhaupt keine EEG-Umlage an, wie der Tagesspiegel in seiner Onlineausgabe am Dienstag berichtete. Immerhin rund 2,8 Millionen Euro konnten Betriebe so zuletzt sparen. Auch bei der Umlage für die Kraft-Wärme-Kopplung werden sie begünstigt. Hier beläuft sich die aktuelle Entlastung auf rund 90 Millionen Euro. Die Rabatte bei Netzentgelten belaufen sich auf etwa 660 Millionen Euro.
 

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