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Risikolebensversicherung: Nur jeder sechste Haushalt hat Schutz

München, 17.7.2020 | 15:36 | mst

Eine Risikolebensversicherung sichert Paare oder Familien mit Kindern für den Todesfall ab. Allerdings haben viele Deutsche einen solchen Schutz gar nicht. Auch die meisten Paare mit Kindern sind nicht versichert.
 

Paar mit Kind in neuer WohnungSelbst Paare mit Kindern haben häufig keinen Todesfallschutz.
Nur wenige Deutsche sorgen mit einer Risikolebensversicherung für den Todesfall vor. Das meldet die Europa unter Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Demnach verfügt nur jeder sechste Haushalt in Deutschland über eine Risikolebensversicherung.
 
Allerdings besitzen immerhin 43 Prozent aller Paare mit Kindern einen solchen Todesfallschutz. Bei Alleinerziehenden und Paaren ohne Kindern sind es hingegen nur 15 Prozent.

Paare passen Versicherung häufig nicht an Bedürfnisse an

Paare passen den Versicherungsschutz zudem nicht immer an ihre individuelle Situation an, meldet die Versicherung. Paare würden häufig nur den Tod des Hauptverdieners oder ein Immobiliendarlehen absichern.
 
„Dabei wird übersehen, dass im Todesfall die laufenden Kosten weiterhin getragen werden müssen. Und auch die Aufgaben des verstorbenen Partners müssen übernommen werden, zum Beispiel bei der Kinderbetreuung oder im Haushalt“, sagte Helmut Hofmeier, Vorstand der Europa Lebensversicherung. Und externe Unterstützung – etwa durch Haushaltshilfen – würde auch Geld kosten.
 
Die gesetzlichen Witwen- oder Halbwaisenrenten könnten dies nicht ausgleichen. Die große Witwenrente beträgt etwa nur 55 Prozent der Erwerbsminderungsrente, auf die der Verstorbene Anspruch gehabt hätte. Bei einer kleinen Witwenrente sind es sogar nur 25 Prozent, die für eine Dauer von zwei Jahren gezahlt werden.

Versicherung zahlt im Todesfall eine Geldsumme aus

Eine Risikolebensversicherung zahlt eine vereinbarte Geldsumme aus, falls die versicherte Person während der Laufzeit verstirbt. Wie hoch die Todesfallsumme sein sollte, hängt von verschiedenen Faktoren wie etwa Anzahl und Alter der Kinder ab und sollte immer individuell bestimmt werden.

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