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Immobilienforschung: Deutschlandweit stehen zwei Millionen Wohnungen leer

München, 13.9.2016 | 16:34 | kro

Bundesweit stehen über zwei Millionen Wohnungen leer. Das schätzt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im aktuellen Wohnungs- und Immobilienmarktbericht.
 

Leerer RaumDie Zahl leer stehender Wohnungen ist gestiegen.
Das sind rund 200.000 Wohnungen mehr als noch im Jahr 2011. Im vergangenen Jahr waren über fünf Prozent aller Wohnungen nicht bewohnt.

Der Leerstand ist jedoch stark regional unterschiedlich. Während Wohnraum in Ballungsräumen Mangelware ist, haben es Verkäufer und Vermieter auf dem Land schwer. Die Immobilienforscher warnen daher vor der wachsenden Kluft zwischen Stadt und Land. Während in den Ballungsräumen Mieten und Kaufpreise stark ansteigen würden, drohe in ländlichen Regionen ein Preisverfall.

Demnach kostet ein Ein- oder Zweifamilienhaus auf dem Land durchschnittlich 135.000 Euro – in der Stadt im Schnitt fast das Dreifache. Bauland ist in einigen ostdeutschen Landkreisen für nur zehn Euro pro Quadratmeter zu haben. Dagegen müssen etwa in Düsseldorf pro Quadratmeter 700 Euro, in München sogar 1.200 Euro auf den Tisch gelegt werden.

Besonders groß ist das Problem des Wohnungsleerstands laut dem Wohnungs- und Immobilienmarktbericht in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie im Saarland und Ruhrgebiet. In einigen ostdeutschen Kreisen stünden mehr als 15 Prozent aller Wohnungen leer. Das Institut erwartet, dass die Quote vielerorts weiter steigen wird.
 

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