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Beiträge in der PKV: Stärkere Erhöhungen für gesetzlich Versicherte

München, 9.11.2016 | 13:00 | mst

Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) steigen langfristig weniger stark als bei den gesetzlichen Kassen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der PKV.

OP-Schale mit Stethoskop und GeldUm rund drei Prozent pro Jahr stiegen die Beiträge in der PKV - um 3,2 Prozent in der GKV.
Wie das Wissenschaftliche Institut der PKV (WIP) berechnet hat, stiegen die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 2007 bis 2017 um rund 37 Prozent. In der privaten Krankenversicherung lag die Steigerung mit 35 Prozent leicht darunter.
 
Auf das Jahr gerechnet ergibt dies eine durchschnittliche Erhöhung von 3 Prozent in der PKV sowie von 3,2 Prozent bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Dabei hat das Institut bereits die für 2017 erwarteten Beitragserhöhungen berücksichtigt.
 

Private Versicherer dürfen erst bei Schwellenwerten erhöhen

Der Vergleich zeige, wie ähnlich sich die Beiträge in den beiden Systemen entwickelten, sagte der Direktor des PKV-Verbandes, Volker Leienbach. „Doch während die GKV jedes Jahr automatisch steigende Beiträge erhält, muss die PKV warten, bis die Kosten starre Schwellenwerte übersteigen“, sagte Leienbach. Das könne dann nach einigen Jahren mit stabilen Beiträgen zu einem abrupten Anstieg führen.
 

Beitragsbemessungsgrenze wird regelmäßig erhöht

In der gesetzlichen Krankenversicherung wird hingegen jedes Jahr die Beitragsbemessungsgrenze erhöht, bis zu der Beiträge auf das Einkommen zu zahlen sind. So steigt diese Grenze im nächsten Jahr von aktuell 50.850 Euro auf ein Brutto-Jahreseinkommen von 52.200 Euro. Wer gut verdient, muss daher für seine gesetzliche Krankenversicherung automatisch mehr bezahlen – selbst wenn der Zusatzbeitrag nicht erhöht wird.

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