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Händlerfinanzierung oder Sofortkredit Schnäppchen am Black Friday finanzieren - darauf sollten Sie achten

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Nach dem Singles Day naht mit dem Black Friday bereits die nächste Rabattschlacht. Einige Produkte sind bald günstiger als zu jedem anderem Zeitpunkt im Jahr. Falls die Ersparnisse nicht reichen, bieten die Händler bequeme Ratenzahlungen an – oft sogar zum Nullzins. Doch lohnt sich diese Art der Finanzierung auch? Was Sie beachten sollten und welche Alternativen Sie haben.
Black Friday

Am Black Friday locken zahlreiche Händler mit hohen Rabatten.

Stellen Sie sich vor, Sie wollen Sie sich schon seit einiger Zeit einen neue Soundanlage fürs Wohnzimmer zulegen, hatten bisher nur noch nicht das nötige Kleingeld – und genau diese Anlage wird am Black Friday (oder am Cyber Monday) mit 50 Prozent Rabatt angeboten. Allerdings möchten Sie nicht jetzt schon den Großteil Ihres Weihnachtsgelds ausgeben. Zum Glück bietet der Händler eine Ratenzahlung mit geringen monatlichen Beträgen und null Prozent Zinsen an. Das Angebot sollten Sie sich also keinesfalls entgehen lassen. Oder vielleicht doch? Es kann jedenfalls gute Gründe geben, vorsichtig zu sein. Denn in den Finanzierungsverträgen verbergen sich manchmal unschöne Überraschungen.

So funktioniert die Ratenzahlung im Handel

Zunächst: Die Ratenzahlung beim Händler ist immer ein Ratenkredit. Dieser kann zwar über den Händler abgeschlossen werden, Ihr Vertragspartner ist aber eine Bank. Sie schließen beim Kauf also zwei Verträge mit verschiedenen Partnern ab – dem Händler und der Bank. Wichtig kann das zum Beispiel werden, wenn es nach dem Kauf zu Problemen kommt. Muss die Soundanlage zurückgegeben oder umgetauscht werden, läuft die Finanzierung – vorerst – weiter.

Mängel am Produkt? Diese Rechte haben Sie bei der Händlerfinanzierung:
Rechtlich gesehen ist die Händlerfinanzierung dem gewöhnlichen Kreditvertrag weitgehend gleichgestellt: Eine Finanzierung ab 200 Euro können Sie 14 Tage lang widerrufen. Auch nach Ablauf dieser Frist können Sie ausstehende Beträge jederzeit teilweise oder komplett zurückzahlen. Eine Gebühr dafür (die Vorfälligkeitsentschädigung) darf die Bank nur verlangen, wenn bei der Finanzierung auch Zinsen anfallen. Eine Besonderheit bei der Händlerfinanzierung gibt es aber: Wenn Sie vom Händler aufgrund eines Mangels eine Minderung des Kaufpreises verlangen können – möglich kann das etwa sein, wenn die Lieferung eines Ersatzprodukts oder zwei Reparaturversuche gescheitert sind –, dann können Sie die Rückzahlung des Darlehens bis zur Höhe der Preisminderung verweigern. Zuvor müssen Sie den Kreditgeber aber darüber informieren. Diese Möglichkeit steht Ihnen offen, weil der Kredit mit dem Kaufvertrag verbunden ist.

Wie bei Ratenkrediten üblich zahlen Sie das Geld in gleichbleibenden Monatsraten zurück. Auch der Zinssatz bleibt über die bei Vertragsabschluss vereinbarte Laufzeit gleich. Doch ist die Finanzierung über den Händler auch gratis, wenn Sie zu null Prozent Zinsen angeboten wird, oder zahlen Sie an anderer Stelle drauf? Wer die Geschäftsbedingungen der Händler liest, stößt hier schnell auf einige kritische Punkte: Zum Beispiel gibt es die Finanzierungen häufig nur unter bestimmten Voraussetzungen wirklich zum Nullzins. Die Zinsfreiheit gilt oft nur für einzelne Produkte, bestimmte Kaufpreise und wenige Laufzeiten.
 
Oft erfolgt die Finanzierung nicht über einen klassischen Ratenkredit, sondern über den Kreditrahmen einer Kreditkarte. An den vereinbarten Raten und der Laufzeit ändert das zwar nichts, allerdings schließen Sie mit der Finanzierung ein zusätzliches Finanzprodukt ab, dessen Konditionen eigens zu prüfen sind. Wird die Karte für weitere Einkäufe oder bei anderen Händlern genutzt, gelten meist andere, oft deutlich höhere Zinssätze. Auch kann die Kreditkarte selbst kostenpflichtig sein.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nimmt solche Bedingungen zum Anlass, generell vor Händlerfinanzierungen zu warnen. Dabei verweisen die Verbraucherschützer auch auf die Gefahr, durch zu viele Finanzierungen den Überblick über die Finanzen zu verlieren. Besonders problematisch seien mit der Finanzierung verbundene, kostenpflichtige Zusatzleistungen wie etwa Garantieverlängerungen. Es gilt also, den Vertrag sehr genau durchzulesen, um nur für die Leistungen zu zahlen, die Sie wirklich brauchen und wollen.

Null-Prozent-Finanzierung: Darauf sollten Sie achten

Die Null-Prozent-Finanzierungen im Handel kommen also nicht für jeden Käufer und nicht für jeden Einkauf in Frage. Bevor Sie eine Null-Prozent-Finanzierung abschließen, sollten Sie daher drei Fragen klären:

✓ Wie viel sparen Sie wirklich?

Die Möglichkeit, sich über eine Null-Prozent-Finanzierung ein Schnäppchen zu sichern, mag verlockend sein. Bedenken Sie aber, dass der gewünschte Artikel womöglich ohne Finanzierung oder auch bei einem anderen Händler günstiger angeboten wird. Lassen Sie sich auch nicht vom ausgeschriebenen Rabatt beeindrucken. Der wird meist im Verhältnis zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers angegeben, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband zu bedenken gibt. Die Soundanlage, die am Black Friday mit 50 Prozent Rabatt ausgeschrieben ist, muss also davor nicht unbedingt das Doppelte gekostet haben. Der Rabatt auf den bisherigen Preis könnte nur bei 10 oder 20 Prozent liegen. Einen Preisnachlass in dieser Höhe bekommen Sie vielleicht bald wieder.

✓ Zahlen Sie bereits eine Finanzierung zurück?

Falls Sie öfter auf Raten kaufen, sollten Sie unbedingt die Gesamthöhe Ihrer monatlichen Zahlungen im Blick behalten. Viele kleine Raten summieren sich schnell zu einer großen. Zu viele laufende Kredite oder Kreditkarten können außerdem dazu führen, dass die Schufa Ihre Kreditwürdigkeit herabstuft. Sollten Sie bereits mehrere laufende Finanzierungen haben, kann es sich lohnen, diese umzuschulden und zu einem Darlehen zusammenzufassen. Kündigen Sie auch Kreditkarten, die Sie nicht nutzen. Suchen Sie sich lieber eine, die wirklich zu Ihnen passt.

✓ Sind die Vertragsdetails für Sie in Ordnung?

Bei der Finanzierung über den Händler lohnt es sich ganz besonders, nicht nur auf den Zins zu schauen. Gerade die kleinen Details können später wichtig werden: Passt die zum Nullzins angebotenen Ratenhöhe wirklich zu Ihrer finanziellen Situation? Können Sie gegebenenfalls auch mal eine Rate aussetzen? Bezahlen Sie neben dem gewünschten Artikel noch weitere Leistungen? Bevor Sie Ihre Einkäufe also mit geliehenem Geld finanzieren, sollten Sie prüfen, ob eine andere Finanzierung für Sie vielleicht besser geeignet ist. Auch über einen Sofortkredit oder einen Rahmenkredit können Sie sich kurzfristig ein Schnäppchen finanzieren.

Alternative 1: Sofortkredit separat abschließen

Die Null-Prozent-Finanzierung ist nicht die einzige Möglichkeit, um kurzfristig flüssig zu werden. Einige Banken bieten Finanzierungen an, bei denen Sie das Geld sehr schnell auf dem Konto haben. Bei einem Sofortkredit zum Beispiel erfahren Sie direkt bei der Beantragung, wie viele Zinsen Sie bezahlen müssten und haben das Geld nach finaler Beantragung oft noch am gleichen Tag auf dem Konto.

Möglich ist das, weil Sie den Sofortkredit komplett digital beantragen, vom Bildschirm des heimischen PCs oder am Smartphone von unterwegs: Sie füllen den Kreditantrag online aus und reichen Ihre Kontoumsätze zur Bonitätsprüfung direkt über Ihr Onlinebanking ein. Die Bank kann auf diese Weise automatisiert und unverzüglich über die Kreditvergabe entscheiden. Wenn Ihnen der Kredit zu den angebotenen Zinsen zusagt, weisen Sie sich über ein Videotelefonat mit Ihrem Ausweis oder Reisepass aus und unterschreiben den Vertrag mit wenigen Klicks digital.

Alternative 2: Rahmenkredit separat abschließen

Eine Möglichkeit, um immer auf kurzfristige oder unerwartete Ausgaben vorbereitet zu sein, bietet der Rahmenkredit. Wie beim Dispo steht Ihnen ein flexibler Kreditrahmen zur Verfügung, über den Sie sich nach Bedarf Geld leihen und es wieder zurückzahlen. Bei manchen Angeboten sind Sie in der Rückzahlung komplett frei, bei anderen, etwa der CHECK24 CashReserve, zahlen Sie monatlich einen Mindestbetrag zurück. Der Vorteil gegenüber dem Dispo besteht in den meist niedrigeren Zinsen. Oft ist der verfügbare Betrag auch höher.

Einkäufe über einen Rahmenkredit zu finanzieren, ist also vor allem dann sinnvoll, wenn Sie den geliehenen Betrag schnell wieder ausgleichen, zum Beispiel mit dem nächsten Gehalt. Brauchen Sie für die Rückzahlung länger, dann ist ein Ratenkredit aufgrund der niedrigeren Zinsen meist die bessere Option.

Checkliste: Bevor Sie einen Kredit abschließen

Egal ob über den Händler oder direkt bei der Bank: Es gibt ein paar Dinge, die Sie immer bedenken sollten, wenn Sie sich für einen Einkauf Geld leihen:

✓ Lohnt es sich, den Einkauf über einen Kredit zu finanzieren?

Es gibt Ausgaben, die nicht lange warten können, etwa wenn die Waschmaschine oder der teilweise beruflich genutzte Laptop kaputt ist. Sollten die Ersparnisse dafür nicht reichen, kann ein Kredit die beste Lösung sein. Langfristige Finanzierungen über ein oder mehrere Jahre lohnen sich aber vor allem dann, wenn es auch um eine langfristige Investition geht: Wenn Sie Unterhaltungselektronik oder ein Smartphone über einen Kredit mit mehreren Jahren Laufzeit finanzieren, könnte das Gerät schon kaputt oder veraltet sein, bevor Sie es überhaupt abbezahlt haben. Für das nächste Gerät steht dann entsprechend weniger Geld zur Verfügung.

✓ Kann ich mir die monatliche Rate leisten?

Schließen Sie eine Finanzierung nur dann ab, wenn Sie sich die monatliche Rate problemlos leisten können. Vergessen Sie dabei auch keine unregelmäßigen Ausgaben: Sogar wenn die Rate das ganze Jahr über kein Problem ist, kann sie zu hoch sein – dann nämlich, wenn Ihre Ersparnisse nicht mehr für den Sommerurlaub reichen. Im Zweifel lohnt es sich, alle Einnahmen und Ausgaben in einer Haushaltsrechnung nebeneinander zu stellen, um für sich die beste Rate zu finden.

✓ Ist die Rückzahlung flexibel genug?

Indem Sie einen Kredit schneller als vereinbart zurückzahlen, können Sie sich oft einiges an Zinsen sparen. Manche Banken verlangen dafür eine Gebühr, die Vorfälligkeitsentschädigung. Dadurch reduziert sich Ihre Ersparnis. Die Möglichkeit, Sondertilgungen zu leisten oder auch mit einer Rate auszusetzen, bietet längst nicht jeder Kreditgeber. Achten Sie also darauf, dass Ihnen die gewählte Finanzierung bei der Rückzahlung immer genug Flexibilität bietet.

✓ Brauche ich eine Restschuldversicherung?

Zu den Null-Prozent-Finanzierungen im Handel und auch zu separat abgeschlossenen Krediten werden häufig Restschuldversicherungen angeboten. Diese springen ein, wenn Sie aus bestimmten Gründen die Rate nicht mehr bezahlen können. Das kann gerade bei hohen Kreditbeträgen und langen Laufzeiten sinnvoll sein. Allerdings entstehen durch die Versicherung auch zusätzliche Kosten. Bevor Sie eine solche Versicherung abschließen, sollten Sie daher prüfen wie viel sie kostet und ob Sie sie überhaupt brauchen.

Manchmal ist auch Warten die beste Alternative

Sollten Sie jetzt also zuschlagen, wenn die lang ersehnte Soundanlage bald mit einem hohen Rabatt zu haben ist? Wenn die Finanzierung im Detail zu Ihnen und Ihrer finanziellen Situation passt, spricht zumindest nichts dagegen. Gehen Sie nur auf Nummer sicher, die Anlage zum besten Preis zu kaufen und die Finanzierung zu den für Sie stimmigsten Bedingungen aufzunehmen. Sollten Sie auch nach reiflicher Überlegung noch Zweifel haben, dann bewahren Sie sich lieber die finanzielle Freiheit, keine Raten zu bezahlen. Auch das kann ein guter Deal für den Black Friday sein. Das nächste Sonderangebot kommt bestimmt – gerade wenn es um Technologie oder Unterhaltungselektronik geht.
 

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