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GDV: Zahl der Wohnungseinbrüche 2011 um 15 Prozent gestiegen

München, 16.5.2012 | 17:17 | tei

Finstere Gestalten sind wieder auf dem Vormarsch: Im vergangenen Jahr nahm die Zahl der Wohnungseinbrüche, deren Schaden über die Hausratversicherung reguliert wurde, um 15 Prozent zu. Das geht aus der Einbruch-Bilanz 2011 hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Mittwoch in Berlin veröffentlichte. Insgesamt wurden 140.000 Wohnungseinbrüche vom GDV registriert.

Die Zahl der Einbrüche ist laut GDV im vergangenen Jahr um 15 Prozent gestiegen.Die Zahl der Einbrüche ist laut GDV im vergangenen Jahr um 15 Prozent gestiegen.
Der durch die Delikte verursachte Schaden betrug 430 Millionen Euro - so viel Geld mussten die Versicherer zuletzt vor 13 Jahren erstatten. Im Vergleich zum Jahr 2010 stieg die Schadenssumme um 23 Prozent an. Zusammen mit allen anderen über die Hausratversicherung regulierten Diebstählen mussten die Versicherer insgesamt in 390.000 Schadensfällen zahlen - die Gesamtkosten beliefen sich auf 540 Millionen Euro. Im Jahr 2010 waren es noch 80 Millionen weniger.

Der Anstieg der Schadenssumme ist neben der höheren Zahl von Einbrüchen auch auf die zunehmend teureren Wohnungseinrichtungen zurückzuführen. Nach Einschätzung von Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der GDV-Hauptgeschäftsführung, sind neben Schmuck und Bargeld vor allem elektronische Geräte attraktiv für Diebe, da sich diese relativ einfach weiterverkaufen lassen.

Die Kunden bekommen diese Entwicklung allerdings nicht zu spüren: Die Ausgaben der Versicherer seien in den vergangenen Jahren zwar konstant angewachsen, wie Fürstenwerth mitteilte. Dennoch seien die Beiträge für die Hausratpolicen gesunken. Der Grund für diese gegenläufigen Entwicklungen sei der harte Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Unternehmen.

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