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Studie des WIdO: Früherkennung: Versicherte nur unzureichend informiert

München, 11.3.2019 | 13:04 | mst

Mit Früherkennungsuntersuchungen sollen Krebs-Erkrankungen möglichst frühzeitig entdeckt werden. Über den Nutzen und die Risiken solcher Untersuchungen werden Versicherte allerdings nicht immer aufgeklärt, zeigt eine aktuelle Studie der AOK.

Arzt führt im Sprechzimmer ein Gespräch mit einem Patienten.Nicht immer informieren Ärzte ausreichend über Risiken und Nutzen von Früherkennungsuntersuchungen.

Gesetzlich Versicherte werden nur unzureichend über Nutzen und Risiken von Krebs-Früherkennungsuntersuchungen informiert. Das zeigt der aktuelle Versorgungsreport des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

So wurden nur 55 Prozent der teilnehmenden Frauen von ihrem Arzt über die Vorteile der Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs informiert. Sogar nur 25 Prozent erhielten Informationen über mögliche Nachteile der Untersuchung – etwa eine falsche Krebsdiagnose.
 
Bei der Darmkrebs-Vorsorge ist das Bild ähnlich: 75 Prozent der Teilnehmer wurden über den Nutzen einer Darmspiegelung informiert, nur 36 Prozent über die Nachteile. Lediglich bei der Brustkrebs-Früherkennung waren die Zahlen ausgeglichen: Rund die Hälfte der Frauen wurde über die Vorteile aufgeklärt, ebenfalls die Hälfte über mögliche Risiken und Nachteile.

Institut: Voraussetzungen für informierte Entscheidung fehlen

„Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Voraussetzungen für eine informierte Entscheidung der Versicherten oft fehlen“, kommentierte der Mitherausgeber des Reports, Nobert Schmacke, die Ergebnisse. Ärzte dürften Fragen oder Bedenken der Patienten nicht einfach wegwischen.
 
Die Befragung des AOK-Instituts belegt, dass Versicherte vor allem über das Internet Informationen zum Thema Früherkennung einholen. Das gab rund die Hälfte der Befragten an. Fast ebenso wichtig ist der Hausarzt für 40 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer.

AOK-Versicherte nutzen Früherkennungen häufig

Nach den Daten des WIdO nutzen AOK-Versicherte die Früherkennungsuntersuchungen vergleichsweise häufig. 78 Prozent der Versicherten über 60 Jahre nahmen etwa einen Stuhltest, eine Darmspiegelung (Koloskopie) oder eine Beratung in Anspruch. Allerdings betonte das Institut, dass damit noch immer jeder fünfte Ältere die Vorsorge nicht nutze.
 
Bei der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge nahmen sogar 85 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen zwischen 30 und 49 Jahren regelmäßig teil. 15 Prozent ließen die Untersuchung hingegen nur selten (maximal zweimal innerhalb von zehn Jahren) oder gar nicht durchführen.
 
Zur Brustkrebs-Früherkennung gingen 61 Prozent der anspruchsberechtigen Frauen, 22 Prozent der Frauen zwischen 60 und 69 Jahren nahmen allerdings nicht teil. Dies liegt laut WIdO vor allem an einer grundsätzlichen Ablehnung der Mammografie – die stärker ausgeprägt ist als bei anderen Untersuchungen.

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