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Schätzung für 2017: Krankenkassen-Beiträge bleiben stabil

München, 13.10.2016 | 17:33 | mst

Die Krankenkassenbeiträge bleiben im nächsten Jahr stabil. Das geht aus der Prognose des Schätzerkreises der GKV hervor.
 

Stethoskop mit GeldDie Krankenkassenbeiträge bleiben im Schnitt stabil - dank guter Konjunktur und einer Finanzspritze aus dem Gesundheitsfonds.
Der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung geht davon aus, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag im kommenden Jahr unverändert bei 1,1 Prozent liegen wird.
 
„Dieses Signal der finanziellen Stabilität ist gut für 70 Millionen Versicherte. Ich freue mich, dass die gesetzliche Krankenversicherung derzeit finanziell besser dasteht, als dies noch vor wenigen Monaten zu erwarten war“, sagte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer.
 

Finanzspritze aus dem Gesundheitsfonds

Der Zusatzbeitrag bleibt allerdings nur dank einer kräftigen Finanzspritze aus dem Gesundheitsfonds stabil: Der Fonds schüttet 1,5 Milliarden Euro aus seinen Reserven an die Kassen aus. Mit dem Geld soll unter anderem die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen finanziert werden.
 
Zudem profitieren die Krankenkassen von der weiterhin guten Wirtschaftslage. Die Kassen dürfen im nächsten Jahr mit einem weiteren Rekordhoch bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten rechnen.
 

Zusatzbeitrag müssen Arbeitnehmer selbst zahlen

Den Zusatzbeitrag legt jede Krankenkasse selbst fest. Arbeitnehmer müssen ihn komplett aus eigener Tasche zahlen. Den allgemeinen Beitragssatz in Höhe von 14,6 Prozent hingegen teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
 

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