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Zahlen des Gesundheitsministeriums: Kassen mit Milliarden-Überschuss

München, 8.12.2016 | 16:28 | mst

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 einen Überschuss von 1,55 Milliarden Euro erzielt. Die Rücklagen steigen auf insgesamt mehr als 16 Milliarden Euro an.
 

Hand mit Geldscheinen und Euro-MünzenDie Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung sind derzeit gut.

Das geht aus offiziellen Zahlen hervor, die das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag veröffentlicht hat. Vorab hatte die FAZ bereits über einen Milliarden-Überschuss berichtet. Demnach standen den Ausgaben in Höhe von 166,10 Milliarden Euro Einnahmen von 167,65 Milliarden Euro gegenüber.
 
In den ersten neun Monaten des Vorjahres verbuchten die gesetzlichen Krankenkassen noch ein Minus von 359 Millionen Euro. Die Ausgaben stiegen dabei nicht mehr so stark an wie zuletzt. Je Versicherten stiegen die Kosten nur noch um 3,2 Prozent – dies ist laut Ministerium der niedrigste Wert seit 2012 und liegt deutlich unter der Prognose des Schätzerkreises vom Vorjahr.
 
Im Laufe des Jahres soll der Überschuss der Kassen noch weiter ansteigen.

Ersatzkassen erwirtschaften höchsten Gewinn

Den höchsten Überschuss erzielten die Ersatzkassen mit 757 Millionen Euro, gefolgt von den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mit 559 Millionen Euro. Die Betriebskrankenkassen (BKK) verbuchten ein Plus von 91 Millionen Euro, die Knappschaft-Bahn-See von 125 Millionen Euro sowie die landwirtschaftliche Krankenversicherung von 26 Millionen Euro.
 
Lediglich die Innungskrankenkassen (IKK) wiesen ein Minus von 7 Millionen Euro aus.
 
Der Gesundheitsfonds verfügte am Ende des dritten Quartals über eine Finanzreserve in Höhe von 6,25 Milliarden Euro.

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