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Gesundheitsfonds: 5,1 Millionen Euro Strafzinsen

München, 23.1.2017 | 15:50 | are

Die aktuelle Zinspolitik hat Auswirkungen auf die gesetzlichen Krankenkassen. Im vergangenen Jahr mussten aus dem Gesundheitsfonds 5,1 Millionen Euro verwendet werden, um Strafzinsen zu bezahlen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Stethoskop-Geldscheine-EurosIm vergangenen Jahr musste der Gesundheitsfonds mehr als fünf Millionen Euro Strafzinsen bezahlen.
Demnach legt der Gesundheitsfonds, der die eingesammelten Versichertenbeiträge an die gesetzlichen Krankenkassen verteilt, monatlich zwischen 4,7 und neun Milliarden Euro an. Das Geld wird maximal für gut zwei Wochen als Termingeld angelegt, um kurzfristig verfügbar zu sein.
 
Im aktuellen Zinstief hat dies zur Folge, dass der Gesundheitsfonds im vergangen Jahr 5,1 Millionen Euro Negativzinsen an Banken zahlen musste. Erstmals wurden 2015 Strafzinsen fällig. Damals beliefen sie sich auf 1,8 Millionen Euro.
 

Nullzinspolitik belastet Krankenkassen

Seit Juni 2014 verlangt die Europäische Zentralbank (EZB) einen Negativzins von 0,4 Prozent von Banken, die ihr Geld kurzfristig anlegen. Die Finanzinstitute geben diese Strafzinsen zum Teil an ihre Kunden weiter.
 
Für den Gesundheitsfonds hat dies Strafzinsen in Millionenhöhe zur Folge.

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