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Statistik: Gesundheitsausgaben stiegen 2015 um 4,5 Prozent

München, 21.2.2017 | 11:29 | mst

Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind im Jahr 2015 um 4,5 Prozent gestiegen. Der Anstieg lag damit das vierte Mal in Folge über dem Wirtschaftswachstum. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
 

Chirurg und Chirurgin betrachten RöntgenbilderDie Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2015 auf über 340 Milliarden Euro gestiegen.

Die Gesundheitsausgaben sind im Jahr 2015 um 4,5 Prozent auf 344,2 Milliarden Euro gestiegen. Das sind im Schnitt 4.213 Euro pro Einwohner. Die Ausgaben für die Gesundheit machten damit rund 11 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus – mehr als jeder neunte Euro wurde hierzulande für die Gesundheit ausgegeben.
 
Die Gesundheitsausgaben sind das vierte Jahr in Folge stärker als das Wirtschaftswachstum gestiegen.
 
Für 2016 geht das Bundesamt von einem weiteren Anstieg auf 359,1 Milliarden Euro aus.

 

Diagramm: Gesundheitsausgaben 2015 (Statistisches Bundesamt)

Die meisten Ausgaben entfallen auf die Krankenkassen

Die meisten Ausgaben entfielen auf die gesetzliche Krankenversicherung mit 200 Milliarden Euro. Hier legten die Kosten um 4,3 Prozent zu. Dahinter folgen private Haushalte und Organisationen mit 46,1 Milliarden Euro (+ 3,1 Prozent).
 
Bei der privaten Krankenversicherung lagen die Ausgaben bei 30,5 Milliarden Euro (+ 5 Prozent). Bei der sozialen Pflegeversicherung stiegen die Kosten deutlich auf 28 Milliarden Euro (+ 10 Prozent). Dies ist vor allem auf das erste Pflegestärkungsgesetz zurückzuführen, das Anfang 2015 in Kraft trat.
 
Einkommensleistungen – etwa die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall – sowie Ausgaben für Forschung und Ausbildung sind in den Zahlen nicht enthalten.

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