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TK-Umfrage: Digitale Gesundheitsangebote werden immer beliebter

München, 15.9.2016 | 13:53 | are

Drei von vier Deutschen würden ihre eigenen Gesundheits- und Fitnessdaten auswerten lassen, um die Früherkennung und Diagnose schwerer Krankheiten zu erleichtern. Das geht aus einer forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. 

Frau-Fitnessapp-BallImmer mehr Deutsche stehen digitalen Gesundheitsanwendungen positiv gegenüber.
Laut TK befürworten bereits 63 Prozent der Befragten eine elektronische Gesundheitsakte, in der ihre Daten gebündelt werden. Mit einer solchen Akte könnten Prognosen und Diagnosen schneller und besser werden, glaubt Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK. Schon jetzt dokumentieren viele Versicherte ihre Gesundheits- und Fitnessdaten über spezielle Apps und Tracker
 
Wie die Krankenkasse berichtet, erfüllen drei Viertel der Bürger die wichtigste technische Voraussetzung, um digitale Gesundheitsanwendungen zu nutzen – sie besitzen ein internetfähiges Smartphone. Bei den Älteren zwischen 60 und 70 Jahren hat bereits jeder Zweite ein Smartphone.
 

Datenschutz beschäftigt 95 Prozent der Deutschen

Wenn es um digitale Gesundheitsangebote geht, halten nach Angaben der TK fast alle Befragten Datenschutz für ein sehr wichtiges Thema. Das Verhalten der Deutschen ist laut Kasse jedoch oftmals widersprüchlich. So vertrauen sich rund drei Viertel der Deutschen mit Fragen und Problemen erst Google an, bevor sie sich an einen Arzt wenden. Jeder Fünfte kann sich vorstellen, Gesundheitsinformationen künftig in sozialen Netzwerken auszutauschen.
 
„Dieser Prozess ist unumkehrbar, muss aber aktiv gestaltet werden – entsprechend dem deutschen Datenschutzrecht und im Interesse der Versicherten. Hier sind wir als Krankenkassen genauso gefordert wie die Versicherten selbst. Aber auch die Politik ist gefragt, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen“, sagte Baas.

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